Kickoff des Audi Urban Future Award 2014

Gute Ideen honoriert die Audi AG mit 100.000 Euro

Auf dem auto motor und sport Kongress 2014 gab Audi-Vorstand Rupert Stadler eine Keynote zur Mobilität der Zukunft ab. Denn nur mit Elektroautos wird es da nicht getan sein.

Kickoff des Audi Urban Future Award 2014Das Berliner Team vom Audi Urban Future Award 2014 ©Arild Eichba

„Es gibt nicht gutes, außer man tut es!“ Auch eine Art, zugeschnürte Stadtsäckel zu kritisieren. Denn ganz richtig erkannt, kann Audi genauso wenig wie jeder andere Hersteller große Aufgaben komplett allein bewältigen – etwa im Bereich car-to-x-Vernetzung. Da darf von kommunaler Seite schon mal geholfen werden. Dass etwas getan werden muss, stand für Stadler angesichts der steigenden Urbanisierung und Mobilisierung außer Frage: „Wir haben aktuell rund eine Milliarde Kraftfahrzeuge auf der Welt und damit schon vielerorts ein Problem. 2030 sollen es rund drei Milliarden sein, also ein dreimal so großes Problem.“ Dies führte dann auch zum Grund unseres erneuten Besuches der Audi City Berlin, nämlich der Kickoff vom Audi Urban Future Award 2014. Hier treten vier Teams an, die für ihre jeweilige Stadt individuelle, aber eine für andere Metropolgebiete durchaus beispielhafte Herausforderung in Sachen Mobilität zu meistern haben. An der Spree stellte sich ein Teil vom Berliner Team vor.

Die Audi AG setzt auf die baldige Fertigstellung vom Hauptstadtflughafen

Beim Audi Urban Future Award 2014 haben die Teams Lösungen für Seoul, Mexiko-Stadt, Boston und eben Berlin zu finden. Im Falle der deutschen Hauptstadt geht es um die stärkere Verknüpfung von individuellem und öffentlichem Verkehr für „The Urban Tech Republik“, den kommenden Forschungs- und Industriepark auf dem Gelände des irgendwann geschlossenen Flughafens Tegel. Bereits jetzt ist der öffentliche Nahverkehr in Berlin nicht selten überlastet, Immerhin gilt es, über 25.000 Menschen mobil zu machen. Und da langt es allein schon angesichts der Weitläufigkeit des Areals nicht, die Bewohner und Pendler an den jetzigen Bushaltestellen vom dem Hauptterminal zu konzentrieren. Den bestehenden Mobilitätslösungen mangelt es an Anschlussmöglichkeiten. Hier stellt sich dem Team die Frage, wie sich neue persönliche Wege ermöglichen lassen machen, die sich nicht länger an vordefinierten Routen und der strikten Trennung von öffentlichen und Individualverkehr orientieren.

Interdisziplinäre Profis zeigen beim Audi Urban Future Award 2014 ihre Talente

Das von Audi für Berlin zusammengesetzte Team umfasst zunächst den Architekten und Stadtplaner Max Schwitalla, der mit seinem „Studio Schwitalla“ das Mobilitätsverhalten der Menschen in den Fokus stellt und vorhandene Beförderungssysteme hinterfragt. Nummer zwei ist Paul Friedli, Innovator und Experte für Transit Management. Als Innovationsbeauftragter des Aufzugherstellers Schindler AG widmet sich Paul Friedli der Optimierung von Fahrstühlen und Menschenströmen in riesigen Gebäudekomplexen. Biochemiker und Neurowissenschaftler Dr. Arndt Pechstein forscht am Leibniz Institut für Molekulare Pharmakologie in Berlin. Als Gründer vom „Think-and-do Tank“ Biomimicry Germany befasst er sich weiterhin mit nachhaltigen, von der Natur inspirierten Innovationsstrategien. Ihre Ideen für den mit 100.000 Euro dotierten Audi Urban Future Award 2014 wollen die drei Mitte Mai in Ingolstadt präsentieren.