Kommt Lincoln nach Deutschland?

Ford-Konzern erwägt Positionierung auf europäischen Märkten.

Nach einem Bericht der Zeitschrift „Auto, Motor und Sport“ erwägt Vorstand Alan Mulally, die Luxusmarken des Konzerns nach der erfolgreichen Einführung im Mittleren Osten auch auf europäische Märkte wie nach Russland zu bringen. Deutschland sei jedoch voerst kein Ziel. Doch wer weiß?

Kommt Lincoln nach Deutschland?Das Flagschiff MKS von Lincoln

1917 gegründet, kam die Marke bereits 1922 in den Besitz der Ford Motor Company und deckt dort seitdem (z. T. zusammen mit Chevrolet) das Luxussegment ab. Bekannt geworden ist Lincoln unter anderem dadurch, dass amerikanische Präsidenten sich einige Wagen für ihre Flotte zulegten. In den USA hat der Erfolg deutscher (Mercedes, BMW) und japanischer (Lexus) Luxusmarken Lincoln stark zugesetzt. Zuletzt konnte der US-amerikanische Hersteller 1998 die nationale Marktführerschaft im Bereich der Luxusautomobile behaupten. Diesen Titel trägt jedoch inzwischen Lexus. Beispielsweise kam die Oberklasselimousine Zephyr schlecht an. Als Reaktion darauf wurde das Modell mit neuer Motorisierung 2007 als MKZ neu ins Programm aufgenommen. Der MKZ teilt sich die Plattform mit dem Mazda 6 und dem Ford Fusion. Der 263 PS starke Wagen soll zudem in diesem Jahr auch mit Allradantrieb erhältlich sein.

Das Äquivalent zur S-Klasse von Mercedes ist der knapp 5,20 lange MKS. Nach der Vorstellung auf der Detroit Motor Show 2006 soll der Wagen 2009 in Produktion gehen. Ungewöhnlich für eine Luxusmarke ist, dass Lincoln erst dann wieder in die Spitzenklasse einsteigt. Denn der Vorgänger LS wurde im Jahr 2006 auf Grund schlechter Verkaufszahlen nur drei Jahre nach einem Facelift eingestellt. Der Wagen verfügt über technische Finessen aus dem Hause Ford wie die „Adaptive Cruise Control “. Dieses System erkennt mit Hilfe von Sensoren Hindernisse und bewirkt gegebenenfalls automatische Bremsvorgänge. Ob Lincoln nicht doch in Deutschland gegen heimische Marken antreten wird, könnte nicht zuletzt auch vom Erfolg dieses Flagschiffes auf anderen Märkten abhängen. Immerhin ließ sich Mulally mit den Worten, „Lincoln wird eine weltweite Luxusmarke“ vernehmen.