Mazda kooperiert mit OJSC Sollers

Joint Venture fertigt Mazda CX-5 und Mazda 6 für den russischen Markt

Die Mazda Motor Corporation und der russische Autokonzern OJSC Sollers haben ein Joint Venture zur Fertigung von Mazda Autos in Russland gegründet. Sollers stellt einen der führenden Autohersteller Russlands dar.

Mazda kooperiert mit OJSC SollersMazda 6 ©Mazda Motor Europe GmbH

Unter dem Namen „MAZDA SOLLERS Manufacturing Rus“ wird das Gemeinschaftsunternehmen firmieren, dessen die Produktion am Standort Wladiwostok im äußersten Osten des Landes im Herbst 2012 anlaufen soll. Angedacht ist die Montage des neuen Mazda CX-5, der nächsten Modellreihe des Mazda 6 sowie eines Autos für eine Sollers-Marke für den russischen Absatzraum. Die Produktionskapazität beläuft sich zunächst auf 50.000 Einheiten pro Jahr und soll dereinst auf 70.000 Fahrzeuge jährlich hochgefahren werden.

Mazda CX-5 und Mazda 6 auf hungrigem Markt

Mazda und Sollers kommt für die geplante Fertigung von Mazda CX-5 und Mazda 6 zugute, dass sich der russische Automarkt seit der Finanzkrise von 2009 wesentlich stabilsiert hat. Im Kalenderjahr 2011 legte die Nachfrage nach Neuwagen gegenüber 2010 um rund 40 Prozent auf 2,65 Millionen Einheiten zu. Damit stellt Russland nach Deutschland den zweitgrößten Automobilmarkt Europas dar. Bis 2015 ist mit einem weiteren Wachstum des Marktvolumens auf drei Millionen Fahrzeuge zu rechnen.

Mazda macht sich vom Yen unabhängig

Der Absatz der russischen Mazda Händler ist 2011 um rund 60 Prozent auf 40.000 Einheiten geklettert; die Produktion in Wladiwostok soll die Marktposition von Mazda entsprechend weiter festigen. Das Joint Venture in Russland gehört zur Konzernstrategie, ein weltweites Produktionsnetz zu errichten; dazu baut Mazda aktuell auch eine Fabrik in Mexiko. Dahinter steht der Gedanke, bis zum Geschäftsjahr 2016 rund 50 Prozent aller weltweit verkauften Fahrzeuge außerhalb von Japan herzustellen und damit größere Unabhängigkeit von den Wechselkursentwicklungen vom japanischen Yen zu erlangen.