Modeerscheinung SUV

Automobile Trends

Im heutigen Sprachgebrauch ist die Bezeichnung Sports Utility Vehicle, kurz SUV, fast zu einem Synonym für Geländewagen geworden. Dabei geht es jedoch streng genommen eher um Straßenfahrzeuge, die echten Offroadern lediglich ähneln.

Gerade die neueren deutschen Modelle in dieser Kategorie wie etwa die Vertreter der X-Reihe von BMW, haben nur mäßig gute Fahreigenschaften im Gelände. Dafür kommen sie tiefer liegenden klassischen Limousinen in puncto Verbrauch, Geschwindigkeit und Komfort zumindest nahe. Die Geschichte dieser Wagenklasse beginnt in Deutschland Anfang der Siebziger Jahre mit dem Range Rover. Der englische Geländewagen mit vier Türen und einem geräumigen Innenraum war (und ist noch) unter anderem als Zugfahrzeug für Bootsanhänger äußerst beliebt. Seine Fahreigenschaften machten ihn, vom hohen Verbrauch einmal abgesehen, dabei zu einem voll alltagstauglichen Familienwagen.

Der eigentliche Durchbruch für dieses Marktsegment kam jedoch Mitte der Neunziger Jahre, als Toyota seinen RAV4 vorstellte. Zwar hatte dessen erste Generation einen permanenten Allradantrieb; im Vergleich zu anderen Geländewagen war der RAV aber sehr klein und hatte einen untypisch niedrigen Schwerpunkt, so dass man hier eigentlich von einem Crossover-Fahrzeug sprechen muss. Dem mittlerweile in der dritten Generation produzierten Modell haben sich bekanntermaßen Konkurrenten fast aller namhaften Autohersteller zugesellt. Dabei haben auch die „domestizierten“ Geländewagen im Alltag deutliche Nachteile gegenüber Limousinen. Denn der hohe Schwerpunkt verschlechtert die Kurvenlage und sorgt für ein unangenehmes Einknicken der Karosserie nach vorne. Man kann diesen Effekt durch eine straffere Einstellung der vorderen Stoßdämpfer abschwächen. Dies bezahlen die Insassen aber natürlich mit einem weiteren Komfortverlust auf der Straße und im Gelände. Der größte Nachteil dieser Karosserieform ist aber natürlich der erhöhte Verbrauch.