Morgan Life Car: Ein Sportwagen mit Brennstoffzelle

Ökologie

Der englische Zweisitzer ist ein neuer Versuch, den Wasserstoffantrieb im Automobilbau zu etablieren.

Morgan Life Car: Ein Sportwagen mit BrennstoffzelleDas Life-Car, aufgeklappt.

Im krassen Kontrast zur zukunftsweisenden Antriebstechnik steht die an die 30er Jahre angelehnte Optik des Life Cars. Die Schnauze ist extrem lang, das Heck formt zusammen mit dem Fahrzeugdach eine elegante Rundung. Das sieht nicht nur schön aus, sondern minimiert auch den Luftwiderstand. Hierzu wurde auch der Unterboden alumuniumverkleidet. Statt der bei Morgan sonst beliebten Radialspeichenfelgen hat man hier wie bei professionellen Rennrädern eine vollverkleidete Abdeckung gewählt, dies ebenfalls, um den cw-Wert zu verbessern. Leichte Baumaterialien drücken das Gewicht des langen Gefährts auf 600 Kilo. Dafür sorgt einerseits die aus Aluminium bestehende Außenhülle der Karosserie. Getragen wird dieser von einem aus Holz (!) bestehenden Rahmen. Morgan folgt damit der Firmentradition, die im Kontext der neuen Sparsamkeitswelle einen ganz neuen Sinn erhält.

Um die Wartung und Zugang zum Fahrzeug zu erleichtern, lässt sich die gesamte Karosserie abklappen, wie das nebenstehende Bild zeigt. Hier sieht man auch, dass sich die Größe des Wasserstofftanks in Grenzen hält. Damit soll eine Reichweite von immerhin 300 Kilometern realisiert werden können.

Einen Haken hat das Ganze aber: Der Wasserstoff kann nicht einfach gasförmig, sondern muss durch hohen Druck flüssig im Tank gehalten werden. Dies kostet natürlich eine Menge Energie. Somit geht es auch bei diesem „Null-Emissions-Auto“ nicht ganz ohne Umweltverschmutzung. Auf Benzin umgerechnet, verbraucht das Life-Car aber nur ca. 1,8 Liter pro 100 Kilometer (autobild). Dafür beträgt die Höchstgeschwindigkeit aber auch nur 140 km/h. Bereits auf dem Genfer Auto-Salon Anfang März war ein 1:1-Modell des Fahrzeugs vorgestellt worden.