Stoßdämpfer nach dem Winter kontrollieren!

Stoßdämpfer defekt? Bilstein empfiehlt Dämpferkontrolle im Frühjahr

Schlaglöcher und Risse auf winterlichen Straßen bedeuten viel Arbeit für die Stoßdämpfer. Schließlich müssen diese häufig vernachlässigten Autoteile jede Unebenheit ausgleichen. Daher rät Fahrwerkexperte Bilstein zum Stoßdämpfer Testen im Frühjahr.

Stoßdämpfer nach dem Winter kontrollieren!Defekter und intakter Stoßdämpfer von Innen ©ThyssenKrupp Bilste

Den Blick auf die Stoßdämpfer gibt der anstehende Wechsel von Winter- auf Sommerreifen frei. Ob die Stoßdämpfer defekt sind, kann die Kfz-Werkstatt in wenigen Minuten herausfinden oder bei einer TÜV-Abnahme zu Tage kommen. „Eine regelmäßige Kontrolle des Fahrwerks inklusive Dämpfer und Federn ist für die Sicherheit im Straßenverkehr unerlässlich“, erklärt Frank Hansen, Leiter der Bilstein-Werkstatt in Ennepetal. „Autofahrer sollten daher während des Werkstattbesuchs darauf achten, dass die Fahrwerkkontrolle Bestandteil des Frühjahrs-Check ist. Der Reifenwechsel ist ein zeit- und kosteneffizienter Weg, die Sicherheit des Fahrwerks zu überprüfen und möglichen Schäden vorzubeugen.“

Stoßdämpfer auch bei jungen Gebrauchten oft angegriffen

Einen Stoßdämpfer-Defekt vermuten Prüforganisationen wie TÜV Nord und Dekra bei bis zu 15 Prozent aller untersuchten Fahrzeuge. Der Alterungsvorgang findet verborgen im Inneren vom Stoßdämpfer statt. Autofahrer stellen den Verschleiß meist gar nicht oder viel zu spät fest. Auch jüngere Fahrzeuge können durchaus unter fortgeschrittenem Stoßdämpferverschleiß leiden. Abgenutzte Dämpfer sind nicht nur dem Komfort abträglich, sondern auch die Fahrsicherheit, da die Reifen an Bodenhaftung einbüßen. Bei Kurvenfahrten oder Ausweichmanövern bricht der Wagen rascher aus. Außerdem legt der Bremsweg um rund 20 Prozent zu. Der gefürchtete Aquaplaning-Effekt setzt wesentlich früher ein.

Was passiert bei einem Stoßdämpfer-Defekt?

Wann ein Stoßdämpfer kaputt ist, verdeutlicht die Infografik von Bilstein: Die Gegenüberstellung vom Innenleben eines defekten (Abbildung A) mit einem intakten Einrohr-Gasdruck-Stoßdämpfer (Abbildung B) legt die Ursachen dar. Beim einwandfreien Dämpfer strömt das Öl kontrolliert durch die Ventilöffnungen des Arbeitskolbens – die maximale Dämpfkraft liegt jederzeit an Ist das Dämpferrohr oder die Kolbenfolie hingegen verschlissen, fließet zusätzliches Öl seitlich am Arbeitskolben vorbei. In der Folge senkt der verringerte Öldruck die Dämpfkraft.