Toyota entwickelt neues Produktionsverfahren für Biosprit

Neue Hefekultur erleichtert Zuckervergärung für Biokraftstoff

Bei der Erforschung neuer Biokraftstoffe beschränkt sich Toyota auf Zellulose-Ethanol aus nicht-essbaren Pflanzen, um einer Rivalität zur Lebensmittelproduktion zuvorzukommen.

Toyota entwickelt neues Produktionsverfahren für BiospritBiosprit-Fertigung bei Toyota ©Toyota Deutschland Gmbh

Die Verwendung von Biosprit hat neben der Entwicklung und Produktion alternativer Antriebstechnologien einen wesentlichen Anteil an der Senkung von CO2-Emissionen zu. In seinem Biotechnologie- und Aufforstungslabor in der japanischen Präfektur Aichi hat Toyota jetzt neue Wege zur Ertragssteigerung bei der Herstellung von zellulosehaltigem Bio-Ethanol präsentiert. Den Forschern gelang die Entwicklung einer neuen Hefekultur, die eine große Rolle für den Gärungsprozess in der Erzeugung von Zellulose-Ethanol für Biokraftstoff spielt.

Biosprit günstiger?

Die Produktion von Biokraftstoff litt darunter, dass die Vergärung von Xylose (Holzzucker) mit natürlich vorkommenden Hefekulturen nur schwierig zu erzielen ist. Die von Toyota entwickelte Hefekultur erlaubt indes eine extrem effiziente Xylose-Vergärung und erweist sich weiterhin als sehr resistent gegenüber gärungshemmenden Substanzen wie Essigsäure. Die Hefekultur erzielt eine Dichte der Ethanol-Vergärung auf dem weltweit höchsten Niveau von rund 47 g/Liter. Toyota geht dadurch von einer deutlichen Ertragssteigerung in der Biosprit-Produktion bei signifikanter Verringerung der Produktionskosten aus.

Biokraftstoff mit Zellulose-Ethanol soll bis 2020 kommen

Die Forschungsarbeit um den Biosprit betrifft die Entwicklung von Technologien für die unterschiedlichen Produktionsprozesse inklusive der Rohstoff-Vorbehandlung, der enzymatischen Verzuckerung und der Hefe-Vergärung. Ziel ist es, die Produktionskosten auf die Höhe anderer flüssiger Kraftstoffe wie etwa Benzin zu senken und eine stabile Beschaffung des erforderlichen Pflanzenmaterials sicher zu stellen. Toyota ist an der weiteren Verbesserung der Biokraftstoff-Erzuegung beschäftigt und strebt durch die Kooperation mit Energieunternehmen eine allgemeine Einführung von Zellulose-Ethanol bis 2020 an.