Volkswagen Group Russland und GAZ Group kooperieren

GAZ soll jährlich 110.000 VW und Skoda Modelle produzieren

Volkswagen Group Russland und der russische Autohersteller GAZ Group haben kürzlich einen Vertrag zur Fertigung von jährlich 110.000 Fahrzeugen der Marken Skoda und VW abgeschlossen.

Volkswagen Group Russland und GAZ Group kooperierenAktueller GAZ Siber ©flickr / SergeyRod

Volkswagen wünscht, dass ab Ende 2012 zunächst im Werk Nizhny Novgorod der Skoda Yeti vom Band läuft. Später werden hier auch der Octavia sowie der neue VW Jetta hergestellt. Die deutsch-russische Kooperation ist erst einmal bis zum Jahr 2019 vorgesehen. Die Montage der Skoda und Volkswagen Modelle wird auf einer PKW-Fertigungslinie von GAZ stattfinden, die ausschließlich von der Volkswagen Group Russland genutzt wird. Das Werk erhält außerdem einen neuen Karosseriebau. Entsprechende Verläufe und Schulungen sorgen für die Befolgung aller Volkswagen-Qualitätsstandards.

Volkswagen baut auf das gute Image der Tschechen

Für Volkswagen und Skoda ist die strategische Bedeutung der Kooperation enorm, wie der Skoda Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. h.c. Winfried Vahland erklärt: „Der russische Markt gehört zu unseren wichtigsten Absatzmärkten. Und seine Bedeutung wird weiter steigen. Die Partnerschaft mit GAZ ist eine Voraussetzung dafür, dass Skoda in diesem Land seinen Wachstumskurs erfolgreich fortsetzen kann. Skoda rückt noch enger an den russischen Markt und die russischen Kunden heran.“

Skoda rettet Arbeitsplätze bei GAZ

Skoda sieht neben China und Indien den russischen Automarkt als wichtigsten Pfeiler seiner Wachstumsstrategie an. Aktuell verbuchen die Tschechen von Absatzrekord auf Absatzrekord. Mit 6.100 abgesetzten Fahrzeugen kamen die Skoda Händler im Mai in Russland aufs beste Verkaufsergebnis überhaupt und den dritten besten Verkaufsmonat in Folge. Insgesamt konnte Skoda in den ersten fünf Monaten in Russland mehr als 25.500 Autos verkaufen (plus 63,4 Prozent). Das erfreut auch den Mutterkonzern Volkswagen, der mit dem GAZ-Deal die veralteten GAZ-Modelle und die Einfuhrgesetze geschickt miteinander ausspielt.