ZF stellt auf der IAA abkoppelbares Pkw-Allradsystem vor

Spannendes von ZF Antriebstechnik

ZF Getriebe sind nicht das einzige, was aus Friedrichshafen stammt: Auf der IAA 2011 präsentierte ZF ein neues Allradsystem. Seine automatische Abkoppel-Funktion erzielt gegenüber herkömmlichen Allradantrieben eine Verbrauchsminderung von circa fünf Prozent.

ZF stellt auf der IAA abkoppelbares Pkw-Allradsystem vorPrinzip vom abkoppelbaren Pkw-Allradsystem © ZF Friedrichshafen

Das neue ZF-Automatikgetriebe mit neuen Fahrstufen und Front-Quer-Architektur lässt sich obendrein mit dem System kombinieren. ZF erkannte, dass zur erfolgreich Vermarktung von Allradautos ihr Mehrverbrauch im Vergleich zum Zweirad-Antrieb (2WD) nur minimal höher ausfallen darf. Zurzeit haben Pkw mit klassischem, zuschaltbarem Allradantrieb (AWD) gegenüber Autos mit permanentem Allradantrieb kaum Verbrauchsvorteile: Auch wenn die zweite Achse nicht angetrieben wird, ist der Antriebsstrang nicht abgekoppelt, was Plansch- und Reibungsverluste bedingt.

ZF geht das Problem an

ZF schaltet nun stellt nun den bauartbedingten Mehrverbrauch von Allradautos wortwörtlich ab. Man profitiert davon, dass bei der Mehrzahl alltäglicher Fahrsituationen kein Allradantrieb nötig ist: So hilft es bei konstanter Geradeausfahrt weder Fahrdynamik noch Handling, wenn alle vier Räder angetrieben werden. Wenn sich aber Fahrbahnoberfläche oder Fahrstil verändern, vermögen zwei Antriebsachsen ihre Vorteile klar auszuspielen. Um Allrad-Performance bei niedrigem Kraftstoffkonsum zu erzielen, ist also eine für den Fahrer unmerkliche und möglichst verlustfreie 4×4-Zu- und Abschaltung wie die der ZF Antriebstechnik binnen wenigen hundert Millisekunden unverzichtbar.

ZF Antriebstechnik steigert Agilität und Sicherheit

Das ZF Allradsystem wartet neben der Verbrauchseinsparung durch komplette Abkopplung auch mit fahrdynamischen Vorzügen auf: ZF Antriebstechnik verpasste der Hinterachse zwei Kupplungen, die eine freie Querverteilung des Antriebsmoments zwischen den beiden Hinterrädern erlauben. So lässt sich unabhängig von der bedarfsgerechte Momentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse auch der Effekt des Torque-Vectorings einsetzen: Dazu beeinflusst eine radindividuelle Ansteuerung der Hinterräder aktiv das Giermoment des Autos. Auf kritischem Untergrund oder in Kurven legen so gleichzeitig Traktion und Fahrstabilität zu. Kein Wunder, dass ZF Friedrichshafen und ihren weiteren Standorten in der Autowelt einen Namen machte.