Zuwachs bei Fahrzeugen mit H-Kennzeichen

VW Käfer bleibt beliebtester Oldtimer Deutschlands

Das H-Kennzeichen wird immer beliebter – was angesichts von Umweltzonen und einiger Neuwagen nicht weiter verwundern dürfte. Der meistzugelassene Oldtimer ist dann auch eine echte Ikone – der VW Käfer.

Zuwachs bei Fahrzeugen mit H-KennzeichenH-Kennzeichen-Inhaber #1 ©flickr / Timo_Beil

Erstmalig hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) vom Kraftfahrt-Bundesamt eine Auflistung von Fahrzeugen mit H-Kennzeichen abgefragt. Das Ergebnis: Die Anzahl der automobilen Schätze mit Oldtimer-Zulassung wächst stetig. Allein zwei Drittel der aktuell 210.000 entstammen heimischer Produktion. In den letzten fünf Jahren ist die Zahl vierrädriger Oldtimer mit H-Kennzeichen um mehr als ein Drittel – nun rund 210.000 Einheiten – gestiegen. Etwa 19 Prozent davon entfallen auf die Marke Volkswagen.

23.380 VW Käfer mit H-Kennzeichen

Der VW Käfer steht nicht nur auf dem ersten Platz der VW Oldtimer, sondern auch dem der Typen-Rangliste: 23.380 der sympathischen Krabbler sind in Deutschland mit H-Kennzeichen unterwegs, gut weitere 20.000 laufen derzeit noch mit konventioneller Zulassung. Und laufen. Und laufen. Rang zwei bekleidet der Mercedes Strich 8. Die weiteren Plätze belegen britische und amerikanische Oldtimer. Insgesamt sind in Deutschland rund 44.500 Käfer zugelassen – bei 15,8 Millionen Exemplaren, die bis 1980 in Wolfsburg, Emden und Osnabrück hergestellt wurden.

Kfz-Steuer für Oldtimer erfreulich niedrig

Das H-Kennzeichen sieht der Gesetzgeber für alle Fahrzeuge vor, die mindestens 30 Jahre alt, entsprechend gut erhalten und gepflegt worden sind. Bisher tragen jedoch nur etwas mehr als die Hälfte aller Oldtimer das 1997 erstmals eingeführte Zeichen, denn eine Pflicht für den Erwerb besteht nicht. Doch es lohnt sich durchaus, da auch steuerliche Vorteile damit verbunden sind: Die Kfz-Steuer beträgt einheitliche 191,73 Euro im Jahr. Damit kommen auch Besitzer großvolumiger Boliden oder alter Diesel in den Genuss, ihren Oldtimer zu akzeptablen Konditionen im Straßenverkehr bewegen zu können.