Audi A8 hybrid: Downsizing in der Oberklasse

Audi Concept Car auf dem Genfer Automobilsalon

Das Audi A8 hybrid-Konzept kann als Parallel-Hybrid sowohl allein den Benzin- oder den Elektromotor nutzen oder die Kraft beider Antriebe verbinden.

Audi A8 hybrid: Downsizing in der OberklasseAudi A8 hybrid ©UnitedPictures

Audi stellt den A8 hybrid auf dem Genfer Automobilsalon als reines Konzeptauto vor. Unter der Motorhaube vom Hybridauto lagern ein 2.0 TFSI und eine Elektromotor, die zusammen 180 kW (245 PS) und 480 Newtonmeter Drehmoment mobilisieren. Die Fahrleistungen sollen dem großer Sechszylinder in nichts nachstehen, doch ist fraglich, warum die Kraftabgabe ausschließlich an die Vorderräder erfolgt – der beliebte Audi quattro-Allradantrieb wäre dem Drehmoment eher gewachsen. Das Motor-Downsizing in Kombination mit der Elektrifizierung ärgert den Tankwart: So liegt der Audi A8 Verbrauch im Schnitt bei 6,2 Litern pro 100 Kilometer, was 144 g CO2/km entspricht.

Audi A8 hybrid nutzt Achtstufen-Tiptronic zur Kraftübertragung

Der Audi A8 hybrid wurde als Parallel-Hybrid konzipiert. Zwischen dem 155 kW (211 PS) starken Vierzylinder-Ottomotor und dem Tiptronic-Getriebe mit acht Fahrstufen agiert ein muskulöser Elektromotor. Ihm entspringen 33 kW (45 PS) Leistung und vor allem satte 211 Newtonmeter Drehmoment, das schon bei niedrigsten Geschwindigkeiten fast komplett zur Verfügung und verhilft damit vor allem bei der sportlichen Beschleunigung. Diese bringt den Audi A8 hybrid in 7,6 Sekunden von null auf 100 km/h; sein Spitzentempo beträgt 235 km/h.
Dabei geht es im sparsamen A8 heiß her, der E-Motor produziert so viel Wärme, dass sein Gehäuse Kühlkanäle integriert bekam.

A8 kann zwei Kilometer rein elektrisch fahren

Im Audi A8 Concept Car befindet sich zwischen dem Elektromotor und den Zahnrädern der vollständig elektronisch geschalteten Tiptronic-Schaltung eine weitere Trennkupplung. Diese stellt im A8 hybrid in Zusammenarbeit mit der E-Maschine den Ersatz für den Drehmomentwandler dar. Beim Ausrollen und Bremsen fungiert der Elektromotor als Generator und verwandelt wie schon vom Rekuperationssystem aus der Formel 1 bekannt kinetische in elektrische Energie um, die der Autobatterie zugeführt wird. Der Hybridantrieb ermöglicht rein elektrisches Fahren bis 65 km/h bei einer Reichweite von zwei Kilometern. Das mag für kurzen Stopp-and-Go-Verkehr in der City genügen, für eine Serienproduktion wäre aber mehr wünschenswert.