Daihatsu erweitert Modellprogramm um effizienten Kleinwagen

Neuer Daihatsu Charade startet im Mai 2011

Bühne frei für den neuen Daihatsu Charade: Mit dem neuen Kleinwagen baut Daihatsu als Spezialist für sparsame wie erschwingliche Klein- und Kompaktwagen sein Modellangebot in Deutschland und Europa gezielt aus.

Daihatsu erweitert Modellprogramm um effizienten KleinwagenCharade Basis Toyota Auris ©Wikipedia/ This User loves Krittaya

Der neue Daihatsu Charade rollt im Mai 2011 ausschließlich als fünftürige Schräghecklimousine in die deutschen und europäischen Autohäuser. Antriebsseitig bietet Daihatsu einen 1,33-Liter-Benzinmotor mit manueller Sechsgang-Schaltung an, auf Wunsch hält alternativ ein automatisiertes Schaltgetriebe (Multimode) Einzug. Dieser Hubraum? Multimode? Klingelt’s? Alles Toyota-Teile. Denn von der Konzernmutter stammt auch das Basisfahrzeug, nämlich die 2. Generation des Toyota Yaris. Daihatsu wird den neuen Charade in zwei Ausstattungslinien an.

Daihatsu Charade – ein letztes Aufbäumen?

Der Markstart des neuen Daihatsu Charade wird unabhängig von der jüngst bekannt gegebenen Entscheidung des japanischen Autoherstellers durchgeführt, im Jahr 2013 den deutschen und österreichischen Automarkt zu verlassen. „Trotz der für 2013 angekündigten Einstellung des Vertriebs arbeiten wir mit unverminderter Anstrengung am Erfolg der Marke“, erklärte Matthias Heinz, Geschäftsführer der Daihatsu Deutschland GmbH. „Der neue Charade bietet eine ausgezeichnete Qualität, einen effizienten Antrieb sowie das für Daihatsu typische hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis.“

Daihatsu ignoriert den Rückzug des ähnlichen Dacia Logan

Der Daihatsu Charade wurde aufgrund der bis dahin sehr stark zurückgegangenen Absätze 1997 durch den Daihatsu Sirion abgelöst. Dessen ungeachtet wurden bis 2000 die Charade-Versionen Schrägheck und Shortback (Stufenheck) parallel zum Sirion verkauft. In Großbritannien und einigen weiteren Staaten wird der Daihatsu Cuore seit 2003 als Daihatsu Charade vermarktet. Ob sich der Stufenheck-Charade allerdings zum Erfolg entwickelt, erscheint allerdings sehr fraglich: Nur Süd- und Osteuropäer akzeptieren diese Karosserieform bei Fahrzeugen unterhalb der Mittelklasse.