Der Elektrosmart im Praxiseinsatz

Elektroantriebe könnten sich in Großstädten bald lohnen

Ein Langzeitversuch soll zeigen, wie sich mit Elektroautos im innerstädtischen bereich Kosten sparen lassen können.

Der Elektrosmart im Praxiseinsatzsmart

London erhebt seit einiger Zeit eine „Congestion charge“ für Autos in der Innenstadt von täglich 12 Euro. Elektro – und Hybridautos sind hiervon jedoch ausgenommen, sie müssen ebenfalls keine Parkgebühren zahlen. Auf diese Weise entsteht für emissionsfreie und –arme Fahrzeuge leicht ein täglicher Kostenvorteil von 15 Euro. Die Daimler -Tochter smart testet nun in einem Pilotprojekt in London für vier Jahre mit extra für diesen Zweck produzierten einhundert zweisitzigen smarts ed (electric drive), wie man ohne Benzinantrieb in der Innenstadt zurecht kommt. Die Teilnehmer sind vor allem kleine und größere Unternehmen, die täglich in der City unterwegs sind. Käuflich ist der Wagen nicht, sondern nur für stolze 400 Pfunde (~600 Euro) monatlich zu mieten. Nur durch die hohe City-Maut kann man diese Kosten wieder hereinholen.

Der Smart ed hat eine Reichweite von hundert Kilometern, was auch in London ausreichen dürfte. Es gibt jedoch ein Problem: Man braucht eine größere Reserve als bei benzin- oder dieselgetriebenen Fahrzeugen, da es auch in London kaum Auflademöglcihkeiten gibt. Die ersten 80 Prozent der Batterie werden in etwa 3,5 Stunden geladen, für den Rest braucht man jedoch weitere fünf Stunden. Mit 41 PS ist der Smart ed ein reines Stadtauto. Aber Familienausflüge kann man mit dem Zweitsitzer sowieso nicht unternehmen.

Auch im laufenden Betrieb kann man mit dem Eletrkoaggregat Kosten sparen. Denn eine Komplettaufladung kostet nur ungefähr zwei Euro. Bei 100 Kilometern Reichweite kommt man auf einen kleinen Bruchteil des Verbrauchs jedes benzingetriebenen Wagens. Ein Grund dafür ist eine effektive Bremskraftrückgewinnung, die ihre Wirkung in der Großstadt natürlcih voll ausspielen kann. Dazu kommt eine im Innenstadtbereich vorteilhafte, starke Beschleunigungsleistung in den niederen Geschwindigkeitsbereichen. Für die 60 km/h braucht der Wagen nur 5,7 Sekunden und ist somit stärker als die serienmäßige Benzinerversion (heise.de).