Kia Soul Testbericht: Kann der Kia Soul mehr als gut aussehen?

Großer Kia Soul Test von Autogenau

Der Kia Soul fällt durch seine Optik auf, keine Frage. Wie aber schlägt sich das kleine Familienauto im Alltag? Unser Redakteur Arild Eichbaum machte den Kia Soul Test.

Kia Soul Testbericht: Kann der Kia Soul mehr als gut aussehen?Kia Soul ©Arild Eichbaum

Der Kia Soul macht schon bei der Übernahme einen guten Eindruck – es handelt sich um das Topmodell Soul Spirit mit roten Vinyldekor auf rotem Grund. Dass der Kia Soul Diesel-typisch verhalten nagelte, störte auch im Innenraum nicht. Im Gegenteil: Der 128 PS und 260 Nm Starke 1.6 CRDi gab sich auf einem 400 km-Autobahn-Ritt mit Stop-and-Go und 190-Sachen-Etappen zur Kompensation verloren gegangener Zeit mit glatten 7,5 Litern zufrieden. Die ließen sich bei normaler Nutzung noch deutlich reduzieren, sodass im Kia Soul Test ein kombinierter Spritverbrauch zustande kam, der sich von den 5,2 Litern der Werksangabe nur marginal unterschied.

Fahrkomfort im Kia Soul

Dass der Kia Soul Spirit einwandfrei verarbeitet und voller hochwertiger Materialien war, erfreute wie die bequemen Sitze auf der Langstrecke: Das 112 Watt starke Soundsystem mit CD, USB- und AUX-Anschluss sorgte lautstark und mit sauberem Klang für gute Unerhaltung, das Lederlenkrad, der Lederschaltknauf und auch die Lederinserts der Türverkleidungen versprühten Oberklasse-Flair.  Der serienmäßig schwarze Innenraum überzeugte durch seine ungemusterten Sitze – der Ramschlook billigster „Jugendzimmer mit hippen Bezugsstoffen“ blieb uns Gott sei Dank erspart. Danke dafür! Die hellen Soul-Schriftzüge im Nackenbereich brachten aber genau wie die sparsamen Chromapplikationen an Armaturenbrett und Boxeneinfassungen ein wenig Farbe ins Interieur des Kia Soul.

Alles bestens beim Kia Soul Test

Beim Kia Soul Testbericht ging es auch darum, die Familientauglichkeit zu prüfen. Hier schlug sich der 410 cm lange und 161 cm hohe Kia Soul dank seines 255 cm großen Radstands bestens: Im Kofferraum lagert unter einer Abdeckung eine großzügige Styroporwanne, die Kleinkram sicher aufnimmt. Entfernt man beides und damit auch die ebene Ladekante, stehen einem 340 Liter Volumen zur Verfügung, sodass Kinderwagen und Reisetaschen keine Probleme bereiten. Dank der durchaus komfortablen, aber keineswegs schlaffen Federung waren beim Kia Soul Test auch flott genommene Kurven möglich. Mangel gab es ebenfalls nicht anzukreiden; das getestete Modell stand in der Kia Soul Preisliste mit 22.115 Euro. Unser Fazit: Prädikat wertvoll, sehr zu empfehlen.