Lada Niva Praxistest

Was kann der legendäre Niva?

Echte Männerautos sind sehr, sehr rar geworden – Elektronik, Umweltschutz und Plastik vermehren sich unaufhaltsam. Nur ein Hersteller leistet erfolgreich Widerstand!

Lada Niva PraxistestDer Lada Niva wurde nicht geschont ©Arild Eichbaum

Das kann nur Lada sein – denn der unbeschränkt geländetaugliche Niva wird seit 35 Jahren größtenteils unverändert gebaut. Unter der Haube fanden zwar stets kleine Modernisierungen statt, die unserem Testwagen etwa eine praktische Autogas-Anlage verschafften, doch karosserie- und antriebsseitig heißt es beim Lada Niva: Am besten nichts Neues. Das ist auch gut so, denn mit der vorderen Einzelradaufhängung und der hinteren Starrachse wühlt sich der Niva 4×4 mit permanentem Allradantrieb so unaufhaltsam durch den Dreck, dass modernes Teufelszeug wie etwa eine Viscokupplung oder gar ABS in keiner Weise vermisst wird.

Lada Niva – Modellpflege für eine Ikone

Unser Niva Testwagen – überraschend bequem gefedert und mit ansehnlichen Bezugstoffen gesegnet – war mit allem ausgestattet, was ein echter Geländewagen so braucht. Neben der sehr ratsamen LPG-Anlage waren ein großer Dachgepäckträger, breitere 16 Zoll Stahlfelgen von Dotz mit 215er Reifen, eine Kofferraumwanne und Trittbretter mit integrierten Schwellerschutzrohren an Bord. Das vorn unserem Redakteur Arild Eichbaum getestete Topmodell Lada Niva Only Spezial war darüber hinaus mit verdunkelten Heck- und Seitenscheiben, einem CD-Radio sowie Zentralverrieglung samt Funkfernbedienung versehen.

Niva Test endet mit positiver Beurteilung

Dass der Lada Niva Preis für den regulären Only Spezial damit von 13.400 Euro auf derer 17.310 steigt, sollte von einem Kauf nicht abhalten. Gerade die letzen drei Optionen erscheinen für eine Geländeeinsatz nicht unverzichtbar. Stattdessen vielleicht lieber stylische Zusatzscheinwerfer, ein Kofferraumtrenngitter oder einen Gewehrhalter? Offenbar weiß Lada ganz genau, was echte Naturburschen lieben. Eine Rückfahrkamera gibt es nicht – wozu auch: Der  372 cm lange Niva ist so übersichtlich, dass sie gar nicht nötig ist. Und wer sich doch einmal festfährt, der kommt dank zuschaltbarer Geländeuntersetzung und Differentialsperre auch wieder au dem Schlamassel heraus. Prädikt: wertvoll!