Lancia Delta wird neu aufgelegt

Die letzte Chance für den angeschlagenen Konzern?

Im September dieses Jahres wird die dritte Generation des legendären Kompaktklasserenners Delta von Lancia in Deutschland ausgeliefert.

Lancia Delta wird neu aufgelegtDer neue Delta besticht durch seine kurvige Karosserie (Q: Wikip

 

Immerhin zwanzig Jahre lang, von 1979 bis 1999 prägte der Delta das Image der Marke Lancia. Der spritzige Kompaktklassewagen war etwas gediegener als der Golf und ermöglichte der Marke auch nördlich der Alpen, wo die Oberklasse fast ausschließlich duch an heimische Hersteller bedient wird, kommerziellen Erfolg. Mittlerweile steht Lancia mit dem Rücken zur Wand. Nach großen Absatzproblemen in den vergangenen Jahren muss der Konzern nach Angaben seines Direktors François Olivier nun jährlich mindestens 300 000 Autos verkaufen, um zu überleben (NZZ). Zur Erreichung dieses Ziels hat man sich des alten Beststellers erinnert. Der Wagen wurde bereits auf dem diesjährigen Auto-Salon in Genf vorgestellt und soll im Herbst an die Händler ausgeliefert werden.

Optisch erinnert der neue Delta nur bedingt an seine Vorgänger. Diese hatte eine für die Achtziger Jahre typische kastenförmige Karosserie gekennzeichnet. Sein Image des ersten Lancia wurde vor allem durch die allradgetriebene Rallye-Version bestimmt, mit der unzählige Siege errungen wurden. Der neue Delta hingegen besticht durch eine äußerst kurvige Linienführung, die für ein weniger sportliches als elegantes Erscheinungsbild sorgen. Vor allem die nach oben gebogene Motorhaube fällt ins Auge. Zudem ist das aktuelle Modell mit 4,52 Metern Länge und einem Radstand von 2,7 Metern deutlich größer. Technisch basiert der Delta auf dem Fiat Bravo und dem Alfa Romeo 149, von denen er die Bodengruppe bezieht. Alle drei Automarken gehören zum Fiat -Konzern. Der Verbrauch schwankt von nur 4,9 Litern für den 1,6-Liter-Diesel und 7 Litern Benzin für die Version 1.4 mit 150 PS.