Land Rover Rückrufaktion

Bremsen defekt bei Discovery III und Range Rover Sport

Unregelmäßigkeiten an der Bremsanlage haben zurzeit eine Rückrufaktion bei Land Rover hervorgerufen. Insgesamt betrifft das Problem weltweit rund 155.000 Fahrzeuge aus den Modellreihen Land Rover Discovery III und Range Rover Sport mit dem TDV6-Dieselmotor der Modelljahre 2006 bis 2009.

Land Rover RückrufaktionLand Rover Discovery III ©flickr / KlausNahr

Eindringendes Öl kann bei den genannten Fahrzeugen eine Fehlfunktion des Bremskraftverstärkers auslösen, die bis zum Totalausfall der Bremsanlage führen kann. Nach Angaben eines Land Rover-Sprecher macht sich der mögliche Fehler schleichend bemerkbar, indem sich über einen längeren Zeitraum die Bremskraftverstärkung kontinuierlich verringert. Dadurch erhöht sich der Pedalgegendruck für den Fahrer merklich. Werden diese Symptome ignoriert, kann eingedrungenes Öl aus dem Bremskraftverstärker in den Hauptbremszylinder stoßen, wo es einen kompletten Ausfall der Bremsanlage hervorrufen kann.

Land Rover Discovery und Range Rover Sport

Im Rahmen der Rückrufaktion werden neben einem Unterdruckschlauch nötigenfalls auch der Bremskraftverstärker und der Hauptbremszylinder ausgewechselt. Die betroffenen Fahrzeug-Halter können sich diesbezüglich ihren Vertragshändler direkt kontaktieren. Gleichzeitig läuft in Großbritannien ein weiterer Rückruf für Land Rover Discovery und Range Rover Sport mit dem 2,7-Liter-Diesel TDV6. Dieser betrifft diejenigen Geländewagen, die vom 1.9.2006 bis 30.11.2006 gebaut wurden. Bei ihnen kann ein Leck an der Hochdruckpumpe zum Austritt von Kraftstoff führen.

Land Rover Freelander 2008 betroffen

Den Land Rover Freelander traf es 2008: Land Rover bat 1.200 Freelander wegen Problemen mit dem Panoramaglasdach in die Werkstatt. Bei den seit November 2006 produzierten Fahrzeugen konnte unter speziellen Umständen das Dach beim Schließen blockieren oder sich an einer Seite anheben. Im schlimmsten Fall bestand die Gefahr, dass sich das Glasdach dann durch einen starken Windstoß möglicherweise lösen konnte. Land Rover schrieb daher alle betroffenen Kunden an zwecks Aufsuchen einer Werkstatt an. Dort wurden zwei zusätzliche Sicherungshalter montiert und der Mechanismus des Daches geringfügig überarbeitet. Die Arbeiten benötigten etwa eine halbe Stunde.