Legt BMW den M1 neu auf?

Designstudie vorgestellt

BMW stellt eine auffällig gut ausgearbeitete Design-Studie als „Hommage“ an den Supersportwagen von 1972 vor.

Legt BMW den M1 neu auf?Die Heckpartie weist zahlreiche Ähnlichkeiten zum M1 der 70er Ja

Bei einem unter der Schirmherrschaft von BMW stattfindenden Oldtimerrennen am Comer See in Italien präsentierte BMW in der letzten Woche eine aktualisierte Version des M1. Offiziell handelt es sich dabei lediglich um eine Designstudie ohne Motor. Die Fachpresse vermutet aber einmütig, dass BMW eine Neuauflage seines ersten (und bisher einzigen) Supersportwagens vorbereitet und die Studie als eine Art Testballon für die Attraktivität des Konzeptes sein soll.

Optisch ist das „M1 Hommage Car“ eng an sein Vorbild angelehnt. Dies betrifft zum einen das charakteristische hohe Heck, an dessen beiden Seiten sich kleine BMW-Embleme befinden. Auch die Felgen mit ihrem konzentrischen Kreismuster erinnern an das Original. Die Heckfenster werden wie beim Original durch schwarze Lamellen verdeckt, ein Designelement, dass ja seit den Achtziger Jahren (man denke an den VW Scirocco). Vor allem bei der Linienführung der Karosserie bewahrt BMW die Eigenart, die den M1 stets von italienischen und englischen Sportwagen abhob. Bestachen diese durch elegant-sportlichen Rundungen, so hat der BMW besonders am Heck starke Kanten. Dies macht das Hommage Car besonders interessant, da sich der Trend zu runden Linien im Karosseriebau seit den Achtziger Jahren (auch bei BMW) deutlich verstärkt hat. Der momentan noch nicht vorhandene Antrieb soll durch einen Mittelmotor gestellt werden.

Eigentlich hätte BMW allen Grund das Thema M1 nicht mehr aufzurollen. Schließlich war dem zu dieser Zeit einzigen deutschen Supersportwagen, der 1972 zuerst vorgestellt wurde, weder auf der Rennstrecke noch auf der Straße ein nennenswerter Erfolg beschieden. Immerhin wurden bis 1981 ca. 450 Exemplare bei Baur in Stuttgart hergestellt.