Mazda

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…ist die Unternehmensphilosophie von Mazda. Was das genau heißt, bleibt unklar. Mazda bietet jedenfalls in vielen Bereichen preiswerte und technisch ausgereifte Alternativen zu europäischen Modellen.

Der deutsche Hersteller NSU, der heute in den Audi-Konzern aufgegangen ist, diente Mazda 1961 als Starthelfer ins Automobilgeschäft: Mazda schloss einen Lizenzvertrag über die Wankelmotoren des deutschen Unternehmens. Bei diesen Motoren sitzt ein dreieckiger Kolben längs aus der Kurbelwelle und erfüllt sowohl die Funktion eines Ventils, als er auch der Kraftübertragung dient: Durch die Drehbewegung werden automatisch das Treibstoff- und das Abgasventil verschlossen und geöffnet. Die durch die Zündung des Motors freigesetzte Energie treibt wiederum den Kolben ab, der die Bewegungsenergie direkt auf die Kurbelwelle überträgt. Dieses Prinzip konnte sich im Automobilbau langfristig nicht durchsetzten. Es blieb aber bis heute ein Markenzeichen von Mazda.

Bereits 1972 begann Mazda als erstes japanisches Unternehmen den Vertrieb seiner Automobile in Westdeutschland. In den ersten Jahrzehnten jedoch blieb der Marke hierzulande wie auch in ganz Europa nur ein Dasein als Mauerblümchen: Das Design der angebotenen Modelle erschien als mehr oder weniger gelungene Kopie amerikanischer Produkte, und auch technische Glanzleistungen blieben aus. Immerhin war jedoch dem Unternehmen jedoch in der Kompaktklasse mit dem 323 ein gewisser Erfolg beschieden. An dieser Modellreihe, die vor allem durch einen fairen Preis von sich reden machte, lässt sich auch die Entwicklung hin zu einem eigenständigen Design beobachten. Kam diese erste Generation ab 1977 noch als „kleiner Straßenkreuzer“ daher, gelang es durch das Facelift der zweiten Baureihe 1980, die Gunst der europäischen Kunden zu gewinnen.

Da Mazda in den meisten Klassen gegen die ältere Konkurrenz nicht ankam, lag es nahe, ein Auto zu entwickeln, dass von vornherein in seinem Marktsegment kaum Konkurrenz hatte. Mazda gelang dieser Schritt 1989 mit der Vorstellung des Roadsters MX-5. Mit knapp vier Metern Länge und einem Zweilitermotor war dieser Wagen ein Angebot an alle, denen die Cabrios und Coupes von Mercedes oder der Porsche 944 zu groß und zu teuer waren. Da außerdem Pony-Cars wie der Ford Cabrio oder der Opel Manta langsam ihren Reiz verloren und der Alfa Romeo Spider zu diesem Zeitpunkt fast schon ein Youngtimer war, konnte Mazda seine Neuentwicklung zum erfolgreichsten Roadster aller Zeiten machen. Die etablierten Hersteller zogen erst einiger Jahre später nach, BMW etwa mit der Z-Reihe, Mercedes mit dem SLK. In Europa macht Mazda heute nach wie vor einen großen Bogen um die obere Mittelklasse. Im Großen und Ganzen lässt sich das Angebot in kleine, eher sportlich Wagen wie den und größere Fahrzeuge wie den Van Mazda6 oder den Pick-Up BT-50 unterteilen. Der MX-5 hat inzwischen seine Klappscheinwerfer eingebüßt, wird jedoch weiterhin produziert.