Neuer Opel Meriva polarisiert mit FlexDoors

Selbstmördertüren am Familienauto

Tatsächlich hat Rüsselsheim seinem beliebten Familienauto Opel Meriva Selbstmördertüren spendiert. Die vom Rolls Royce, Mazda RX8 und diversen Pick Up-Trucks bekannten Türen erleichtern den Einstieg merklich.

Neuer Opel Meriva polarisiert mit FlexDoorsNeuer Opel Meriva ©UnitedPictures

Beim Opel Meriva fanden die vor allem von Kutschen und Vorkriegs-Oldtimern bekannten „Suicide Doors“ auch genau deswegen Einzug. Nun durchaus vorteilhaft „FlexDoors“ genannt, lassen sie sich anders als die meisten vorn angeschlagenen Türen, die maximal in einem Winkel von 68 Grad geöffnet werden können, in vier Schritten bis zu 84 Grad aufmachen. das optimale Raumpotential für den Einstieg. Das Ein- und Aussteigen gestaltet sich in der Tat wesentlich leichter und sicherer als bei gewöhnlichen, vorn befestigten Türen. Doch die auch die derartigen, vorderen Türen überraschen mit diesem komfortablen Öffnungswinkel. Im Alltagsbetrieb verlässt man nun den Minivan, indem man ganz simpel von den Rücksitzen herabrutscht, anstatt sich über den Radkasten winden zu müssen.

Opel Meriva erleichtert Zustieg

Die FlexDoors am neuen Meriva erlauben das Betreten an einer Stelle, die maximalen Raum bietet – auch in schmalen Parkplätzen. Schon bei kleinen Öffnungswinkeln ermöglicht das FlexDoor-System ein einfacheres Ein- und Aussteigen als bei einer herkömmlichen Fondtür. Menschen mit einer Bewegungseinschränkung profitieren hiervon genauso wie Kinder. Eltern haben es zudem leichter, Babysitze zu montieren und die ganz jungen Mitfahrer anzugurten. Bei gleichzeitig geöffneten Türen schaffen die FlexDoors eine psychologische Schutzzone, da der Sichtkontakt von Eltern und hinten aussteigenden Kinder nicht unterbrochen wird. So entsteht beim Aussteigen ein Gefühl der Sicherheit. Helmut Ruff als Chef-Entwickler vom neuen Opel Meriva teilte dem Portal „Auto-Reporter.net“ aus ersten Praxistests mit, dass „Kinder den Rolls-Royce Effekt lieben“.

Selbstmördertüren „FlexDoors“ – das steckt dahinter

Die Selbstmördertüren als im Gegensatz zu konventionellen Autotüren hinten angeschlagene Zugänge haben ihren Namen daher, dass, öffnet man sie während gar nicht mal so hoher Geschwindigkeit, sie vom Fahrtwind aufgerissen werden. Der Insasse, der noch den inneren Türgriff festhält, wird dabei herausgezogen und kommt sehr wahrscheinlich im wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder. Auch beim Aussteigen auf der Straßenseite sind sie gefährlich: Wenn ein unachtsamer Autofahrer von hinten kommt und in eine vorn angeschlagene Tür fährt, reißt er sie nur ab. Ist die Tür hinten eingehängt, fährt er sie zu. Was das für eine Person bedeutet, die gerade ausgestiegen ist, ist klar: mindestens Beinverletzungen und bei entsprechender Größe auch schwerste Schäden an Hals und Kopf.
Die offizielle Messe-Premiere ist auf dem Genfer Autosalon Anfang März 2010.