Packende Fahrwerkstechnik im Audi nanuk

Visionäres Audi Coupé wartet mit etlichen Highlights auf

Der auf der IAA präsentierte Audi nanuk ist nicht nur durch seinen 544 PS starken V10 TDI interessant. Auch wie die Kraft des Audi quattro-Boliden in Vortrieb umgesetzt wird, verdient Beachtung.

Packende Fahrwerkstechnik im Audi nanukAudi nanuk quattro concept ©Audi AG

Im Audi nanuk repräsentiert die adaptive air suspension, der Luftfederung mit elektronisch gesteuerten Dämpfern bereits die nächste Technik-Generation. Der Fahrer vom Audi Concept Car kann zum einen die Bodenfreiheit manuell in drei Stufen einstellen: vom Normalniveau aus 30 Millimeter flacher oder 40 Millimeter höher. Andererseits regelt das System das Niveau der Karosserie selbst; hierzu wertet es das gefahrene Tempo und an die prädiktiven Streckendaten vom Navigationssystem aus. Beispielsweise bleibt die Karosserie auf der Autobahn etwa auch dann abgesenkt, wenn das konzeptionelle Audi Coupé gemächlich fährt. Beim Abbiegen auf eine Schotterpiste wird sie automatisch angehoben.

Mehr Lenkdynamik für den Audi nanuk

Ein weiterer Technik-Leckerbissen vom Audi Showcar nanuk ist die Integrallenkung – sie beendet den üblichen Zielkonflikt zwischen Fahrdynamik und Stabilität. Das System verbindet die erprobte Audi-Dynamiklenkung an der Vorderachse, die unter anderem im Kurvengrenzbereich stabilisierend intervenieren kann, mit einer weiteren Lenkung für die Hinterräder. Dazu werden im Audi nanuk zwei aktive Spurstangen über Einzelaktoren bewegt.

Virtuelle Radstandsveränderung im Audi Coupé

Lenkt der Fahrer vom Audi Coupé bei niedrigem und mittlerem Tempo, schlagen die Hinterräder bis zu neun Grad entgegen den Vorderrädern ein. Dies verkürzt den Radstand virtuell um rund einen Meter – der Wendekreis reduziert sich auf etwa zehn Meter, zudem wird das Handling agiler: Der Audi nanuk quattro concept lenkt noch direkter ein und rauscht nahezu neutral durch Kurven. Bei höherer Geschwindigkeit lenkt das System die Hinterräder bis zu einem Winkel von 2,5 Grad gleichsinnig zu den Vorderrädern ein. Dank dieses virtuell um etwa 140 Zentimeter vergrößerten Radstands nimmt die Fahrstabilität zu. Auf der Autobahn liegt die interessante Interpretation des Audi R8 satt und meistert auch schnell gefahrene Kurven und eventuelle Ausweichmanöver mit großer Gelassenheit.