Porsche dehnt Kurzarbeit bis März 2010 aus

Sportwagen aus Zuffenhausen gerade weniger begehrt

Wenngleich der Einzelhandel sich in einigen Sparten über bessere Absätze als erwartet freut, kann Porsche bisher noch nicht zum gewohnten Produktionsausstoß zurückkehren.

Porsche dehnt Kurzarbeit bis März 2010 ausPorsche 911 leidet an gesunkener Nachfrage ©UnitedPictures

Vorstand und Betriebsrat der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, haben in Anbetracht der unklaren Absatzentwicklung auf jeweiligen Märkten gemeinsam beschlossen, die Kurzarbeit im Stuttgarter Werk Zuffenhausen bis zum Ende des Monats März 2010 zu verlängern. Gut 2.300 Mitarbeiter der Sportwagenproduktion von Porsche 911 und Porsche Boxster sind betroffen und werden in den nächsten drei Monaten an insgesamt 16 Tagen nicht arbeiten.

Porsche-Mitarbeiter ohne Nachteile

Porsche hatte in den letzten Jahren geschafft, durch Modelle flexibler Arbeitszeiten Absatzschwankungen in der Produktion zu kompensieren. Im Herbst 2009 waren die Arbeitszeitkonten allerdings eine Untergrenze herangetreten, so dass Vorstand und Betriebsrat festlegten, für die Dauer von September bis Dezember 2009 im ganzen 18 Kurzarbeitstage einzuplanen. Auch für die bald anstehenden weiteren 16 Tage Kurzarbeit ist der Betriebsrat mit dem Vorstand übereingekommen, dass die Mitarbeiter keine finanziellen Nachteile zu erwarten haben.

Porsche Cayenne und Porsche Panamera nicht betroffen

Das Leipziger Porsche-Werk, in dem neben dem dynamischen Geländewagen Cayenne auch der neue Gran Turismo Panamera montiert wird, ist indes nicht von der Kurzarbeit betroffen. Es ist das erste Mal seit 1995, dass der Sportwagenhersteller in Zuffenhausen auf das Mittel der Kurzarbeit zurückgreifen musste. Damals kristallisierte sich die Überalterung des luftgekühlten Motors im Porsche 911 993 ebenso heraus wie das Fehlen eines populären Volumenmodells und das relative Desinteresse am Porsche 928. Dank Lohnproduktion des Mercedes 500 E W124 konnte eine Schließung jedoch verhindert werden.