Think City: Ein neues Elektroauto aus Norwegen

Ökologie

Der batteriebetriebene Kleinstwagen soll in Europas Großstädten endlich den Durchbruch für Null-Emissions-Fahrzeuge bringen.

Think City: Ein neues Elektroauto aus NorwegenDer Think City

Die norwegische Firma PIVCO hatte einen Vorläufer des Think bereits Mitte der Neunziger Jahre auf den Markt gebracht. Nach kurzer Zeit musste die Produktion des vor allem für Kalifornien gedachten Wagens aber wieder eingestellt werden; offenbar war die Zeit für ein solches Produkt noch nicht reif. Insgesamt konnten gerade einmal 1000 Einheiten abgesetzt werden. PIVCO rechnet mit dem neuen Produkt nach eigenen Angaben (sueddeutsche.de) hingegen mit einem jährlichen Absatz von 10.000 Exemplaren. Im Vergleich zu echten Großserienfahrzeugen ist dies recht wenig. Da PIVCO aber dem Ford -Konzern angehört, konnten viele Bauteile gerade im Innenraum günstig von der Konzernmutter übernommen werden.

Mit 3,12 Meter ist der Think City kürzer als ein VW Polo, aber länger als ein smart . Das vor allem in den USA gegen Kleinstwagen ins Feld geführte Argument der mangelnden Sicherheit wird im Think City nur teilweise durch zwei Airbags und ABS entkräftet. Das größte technische Problem besteht jedoch in den Batterien: Zwar ist die Reichweite von maximal 200 Kilometern für einen Stadtwagen recht passabel. Die Ladezeit für die danach voll erschöpften Batterien beträgt jedoch ganze zehn Stunden.

Das mittlerweile ein Markt für Elektroautos existiert, darf anhand des Erfolgs von Hybridfahrzeugen vermutet werden. Für letztere spricht allerdings des Kostenfaktor, denn auf Grund des niedrigeren Verbrauchs lässt sich der höhere Anschaffungspreis nach einer Weile mehr als armortisieren. Dies dürfte für den Think City jedoch schwerer werden: Mit 20.000 Euro in der Basisausstattung ist dieser Kleinstwagen eher in der Kompaktklasse angesiedelt. Finanziell lohnt sich die Anschaffung in Deutschland trotz der hiesigen hohen Benzinpreise wohl nicht. Anders sieht das in London aus: Hier muss man eine hohe Gebühr von fast zehn Euro täglich für ein benzingetriebenes Auto bezahlen, wenn man dieses in der Innenstadt bewegen will.