Toyota Hybrid-Modell mit 80 Prozent Öko-Kunststoff im Japan Sai

Nachwachsende Rohstoffe im Interieur des Toyota Sai

Toyota Hybrid-Technologie trifft auf Zuckerrohr-Produkte. Nein, letztere stellen keinen Biosprit aus Alkohol dar, sondern eine Innenausstattung mit 80 Prozent Kunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen.

Toyota Hybrid-Modell mit 80 Prozent Öko-Kunststoff im Japan SaiToyota Sai ©flickr / CLF

Der Toyota Sai, ein ausschließlich in Japan erhältliches Hybridauto, erhält im Rahmen von Modellpflegemaßnahmen ab Modelljahr 2011 das Interieur aus Öko-Kunststoffen, mit deren  Verwendung sich Toyota schon seit dem Jahr 2000 befasst. Im Mai 2003 stellten die Japaner das weltweit erste Unternehmen dar, das aus Polymilchsäure produzierte Kunststoff zur Herstellung der Reserverad-Abdeckung und der Fußmatten von seinem japanischen Kompaktwagen „Raum“ nutzte. Bio-PET feierte seine Weltpremiere 2011 noch vor dem Toyota Hybrid-Auto Sai in der Kofferraumverkleidung des Lexus CT 200h.

Toyota Hybrid-Auto trotz Öko-Plastik sehr robust

Im Toyota Sai bestehen nun auch besonders beanspruchte Teile wie Sitzbezüge, Bodenteppiche und anderen Oberflächen aus dem neuen Öko-Kunststoff. Das neuartige Material überflügelt andere Bio-Kunststoffe hinsichtlich Hitzebeständigkeit, Haltbarkeit und Schrumpfwiderstand. Bei der Qualität und den Kosten steht er den aus Erdöl produzierten Kunststoffen in nichts nach. Seit der Marktstart des Toyota Hybrid-Autos Sai im Jahr 2009 wurden bislang in erster Linie weniger belastete Teile vom Interieur aus umweltfreundlichem Kunststoff angefertigt.

CO2 sparen mit dem Toyota Sai

Zum einen will die Toyota Motor Company mit dem Einsatz von Öko-Kunststoffen den CO2-Anteil in der Luft reduzieren – Pflanzen binden während ihres Wachstums durch Photosynthese CO2 aus der Atmosphäre. Zum anderen lassen sich so als Ergänzung zum Toyota Hybrid-Antrieb Erdölressourcen schonen. Die Steigerung des Öko-Kunststoff Anteils wurde durch die Nutzung von Bio-PET (Polyethylenterephthalat) erzielt, das mit einem aus Zuckerrohr gewonnenen Rohstoff produziert wird, statt wie bisher üblich mit Monoethylenglycol.