Toyotas widersprüchliche Modellpolitik

Modelle

In den USA bedient der japanische Hersteller den Wunsch nach geräumigen Autos und das erwachende ökologische Gewissen der Kunden gleichzeitig.

Toyotas widersprüchliche ModellpolitikDie Pick-Up-Studie A-BAT (Q: newslaunches.com)

Toyota , eine der erfolgreichsten Marken in den USA, möchte insbesondere den nach wie vor attraktiven Markt für Pick-Ups bedienen. Um trotzdem ein sparsames Auto anbieten zu können, verlegt Toyota sich auf einen Hybrid-Antrieb. Der ökologische Anspruch des Wagens manifestiert sich aber nicht nur in der sparsamen Antriebstechnologie. Auch in puncto ist man mit einer Wiedervwertungsquote von 30 Prozent für die Teile des Wagens vorn dabei. Darüber hinaus verfügt der Wagen zur Energiegewinnung über ein Panel von Solarzellen, dass ins das Dach eingelassen ist.

Neben Pick-Ups symbolisieren auch Vans den amerikanischen Geschmack. Mit dem Venza stellt Toyota ein Cross-over-Modell zwischen SUV und Minivan vor, dass allerdings wenig sparsam zu sein scheint. Mit 20 Zoll Rädern und einem 3,5-Liter Sechszylinder dürfte der Verbrauch wohl bei fast zehn Litern liegen. im Kleinstwagenbereich wird es in Zukunft hingegen wohl eine heftige Konkurrenz zwischen Toyota, dem Smart und dem künftigen VW -Modell Up geben: Bereits auf der letztjährigen IAA stellte Toyota seine Studie iQ vor. Pfiffig ist an der Studie vor allem die Sitzaufteilung: in der zweiten Reihe befindet sich eine im Verhältnis 2 zu 3 geteilte Sitzbank, die „eineinhalb“ Personen, also etwa einem Erwachsenen und einem Kind, Platz bietet.

Diese konträren Entwicklungen sind womöglich nicht allein dadurch motiviert, dass man jeweils das passende für verschiedene Kundengruppen parat haben will. Darüber hinaus muss sich auch jeder Autohersteller den neuen EU-Normen stellen, nach denen Strafzahlungen fällig werden, wenn der durchschnittliche Verbrauch der eigenen Wagenflotte einen bestimmten Wert übersteigt. Der Verkauf von Hybrid-Fahrzeugen gibt Toyota die Möglichkeit, ohne solche Strafzahlungen auch verbrauchsstarke Modelle anbieten zu können.