Weltpremiere: der neue Audi TT in Berlin

Audi TT und Audi TTS parallel auf dem Genfer Autosalon vorgestellt

Die Audi TT-Premiere in Genf ist ja eine feine Sache – aber in Sachen Exklusivität nicht das Ende der Fahnenstange. Im kleinen Kreise genossen wir am Dienstag die Enthüllung vom neuen Audi Sportwagen in der Audi city Berlin.

Weltpremiere: der neue Audi TT in BerlinDer neue TT in der Audi City Berlin ©Arild Eichbaum

Zu so früher Stunde lockt auch der neue Audi TT keinen ernsthaften Journalisten vor die Tür – anders jedoch, wenn Frühstück mit ins Spiel kommt. Also in die gerammelt volle S-Bahn an den Ku’damm und erstmal Kaffee, Häppchen sowie hinterhältig scharfen Chili-Obstsalat eingefahren. Dazu ein Schwätzchen unter Bekannten, schon werden wir auf die Plätze vor die LED-Screen-Wand gebeten. Nach kurzer Vorrede beginnt der Countdown zur Liveschaltung in die Schweiz: Musik und Licht, ta-daaa, der neue TT! Mindestens 184 PS stark, der Audi TTS kommt sogar mit 310 Pferden. Das Wort in Genf hat unter anderem Prof. Dr. Ulrich Hackenberg, Vorstand für Technische Entwicklung der Audi AG: „Der Audi TT steht als Sinnbild für eine authentische Designikone und eine Fahrmaschine mit Top-Performance. Mit der neuen Generation machen wir die Technik für den Fahrer noch besser erlebbar – so wie er es von einem echten Sportwagen erwartet.“

Der neue Audi TT ist neu. Keine Modellpflege.

Das Audi TT Coupé wurde derweil auch in Berlin enthüllt. Anders im Gedränge am Lac Leman haben wir beste Fotomöglichkeiten und kommen auch noch in den Genuss, uns von Exterieur-Designer Stephan Fahr-Becker die Gestaltung erläutern zu lassen. Scharfe Linien und Kanten, aggressiv zusammengekniffene Scheinwerfer, ein dynamisch auslaufendes Dach, der wie gehabt ausfahrbare Heckspoiler machen direkt Lust auf eine gewundene Bergstraße. Auch wenn der neue Audi TT dergestalt als sehr umfangreiches Facelift der zweiten TT-Generation durchgehen könnte – er ist von Grund auf neu entwickelt, was unter anderem der von um 37 auf 2.505 Millimeter gewachsenen Radstand belegt. Und außerdem muss ja nicht jede Neuvorstellung radikale Brüche zum Vorgänger aufweisen. Vor allem nicht, da die aktuellen Audi Modelle laut steigendem Absatz dem Kundengeschmack entsprechen.

Drei Anzeigemodi im Audi TTS

Jammern, dass der Audi TT 2014 nicht neues mitbringt, muss wiederum auch keiner: Der mit 1.440 x 540 Pixel aufgelöste und 12,3 Zoll große TFT-Monitor schickt nicht nur den zentralen MMI-Bildschirm aufs Altenteil, sondern auch die Rundinstrumente klassischen, nämlich mechanischer Machart. Der Lohn: ein wesentlich schlankeres Armaturenbrett, das fast ohne jegliche Schalter auskommt, da auch die Bedienelemente der Klimaanlage direkt in die „Mannanströmer“ wanderten, wie Fahr-Becker zur Freude aller Anwesenden die Lüftungsdüsen mit dem antiquiertem Begriff bezeichnet. Im klassischen Anzeigemodus stehen Tacho und Drehzahlmesser im Vordergrund, im Infotainment-Modus sind die virtuellen Instrumente kleiner. Auf der so frei gewordenen Fläche finden andere Funktionen wie die Navigationskarte reichlich Platz. Beim Audi TTS gibt’s zudem den Sportmodus mit mittig positioniertem Drehzahlmesser.