Audi A4 Avant Test: Unterwegs mit der Diesel-Dampframme

Langstrecken-Test mit dem A4 Avant 3.0 TDI

Na also. Unser Audi A4 Testwagen kommt mit 3.0 TDI-Selbstzünder, Siebenstufen S tronic und selbstverständlich auch mit dem Audi quattro-Vierradantrieb. Das schreit ja geradezu nach Kilometerfressen auf Autobahn und Landstraße.

Audi A4 Avant Test: Unterwegs mit der Diesel-DampframmeUnser Audi A4 Avant-Testwagen ©Arild Eichbaum

Doch vor der mehrstündigen Audi A4 Probefahrt gilt es, den Kofferraum des A4 Avant mit typischem Urlaubsgepäck zu befüllen. Wer dachhoch belädt, verstaut so manchen Koffer, doch für unser Dreipersonen-Arsenal an Reise-, Laptop- und sonstigen Taschen kam im Audi A4 Avant mit den 490 Litern bis zu Fenster aus. Schön, so ließ sich noch die Laderaumabdeckung komplett zuziehen, dann schließ die Heckklappe vom Audi Kombi auf Knopfdruck. Nun mal rein in die gute Stube: Die Ledersitze mit Lordosenstütze sind bequem, alle Schalter sind ergonomisch und logisch positioniert, die Anzeigen sind tadellos ablesbar. Muss die erstklassige Verarbeitung vom Audi A4 Avant 3.0 TDI extra betont werden? Noch kurz ins mmi-Navigationssystem mit Zoll-Bildschirm eingefuchst, dann Abfahrt.

Das A4-Fahrwerk ist langstreckentauglich-komfortabel

Der Audi A4 Test beginnt auf Knopfdruck: Kaum vernehmbar startet der 245 PS starke V6-Diesel, den wuchtigen Wählhebel auf D geflutscht und den Fuß von der Bremse. Die gelbe Ampel animiert zum Kickdown, die 500 Nm Drehmoment schieben den A4 Avant sanft, aber mit deutlichem Nachdruck an. Die Schaltpaddles bleiben unberührt, immerhin erhöht die sanft und flott agierende tronic den Audi A4 Preis um 2.200 Euro, dann kann sie auch eigenständig die Gangwechsel vornehmen. Zwischenspurts sind aber auch die einzigen sportlichen Aufgaben für unseren Familien-GT; von allzu forscher Kurvenflitzerei hielt das eher komfortabel ausgelegte Serienfahrwerk ab. Macht nix, wozu gibt’s denn schließlich S4 und RS4?

Audi A4 Avant 3.0 TDI: Viel Kraft, wenig Saft

Mit 160 und Tempomat geht’s im A4 Kombi – dann und wann mal lichthupend – über die Überholspur, kurzzeitig waren auch mal 200 Sachen machbar. Viel erfreulicher: Bei diesen Geschwindigkeiten außerhalb des NEFZ verbraucht der Audi A4 Avant 3.0 TDI deutlich unter acht Litern. Obgleich die Dreizonen-Klimaautomatik des A4 Avant den großen Fensterflächen absolut gewachsen ist, erfordert die Sommerhitze einen Getränkenachschub. Nach kurzer Rast und einem herzhaften Tritt aufs Gas liegt schon erheblich vor Ende des Beschleunigungsstreifens Linksspurtempo an. Kein Wunder, Audi gibt den Standardspurt des A4 Avant 3.0 TDI mit 6,1 Sekunden an. Die Spitze von 250 war dank Reiseverkehr leider nie drin.

Fazit vom A4 Avant-Test

Nach knapp 500 Kilometern mit dem Audi A4 Avant entspannte Ankunft. Dank der 17-Zöller war auch genug Gummi zur Kompensation von Straßenschäden vorhanden, was den Insassenkomfort noch weiter steigerte. Hierzu trugen auch die zahlreichen Assistenzsysteme bei, die es beim Audi A4 Test erfreulicherweise nicht wagten, ihre Warnungen piepsend hervorzubringen – sie beließen bei durch optisches und haptische Hinweise. Gab’s noch was? Ah ja, die Kaufempfehlung. Nichts spricht gegen den Avant, sehr viel für ihn. Also: Zugriff erteilt!