Chevrolet Camaro Test: V8-Spaß zum kleinen Preis

Frischluft-Freuden im Chevrolet Camaro Cabrio

Einen Camaro SS bieten die Chevrolet Händler mangels der V6-Altrnative in Deutschland offiziell nicht an. Super Sport gibt es beim Chevrolet Camaro Cabrio im LT-Trimm dank 405 PS aber trotzdem.

Chevrolet Camaro Test: V8-Spaß zum kleinen PreisCamaro Cabrio - heute geschlossen ©Arild Eichbaum

Das Camaro Cabrio bietet Leistung fürs Geld wie kaum ein anderer: Mit Sechsstufen-Automat und dem LS3 V8, der 405 PS und 556 Nm mobilisiert, ist der offene Camaro für schlanke 47.490 Euro verfügbar. Was aber beim Chevrolet Camaro Test noch wesentlich mehr Spaß als der stramme Durchzug bereitete, war das herausragende Fahrwerk: Extrem straff und nicht übermäßig hart im Layout, lässt sich das satte 1.999 kg wiegende Chevrolet Camaro Cabrio mit seinen rundum einzeln an je vier Lenkern aufgehängten Rädern so souverän durch die Kurven zirkeln, dass die Frage aufkommt, wie die gleichen Autobahn-Ausfahrten im Kleinwagen schon bei halb so hier Geschwindigkeit  für Übelkeit sorgen konnten.

Das Chevrolet Camaro Cabrio ist zumeist flüsterleise

Der Antrieb ließ stand beim Camaro Test erwartungsgemäß nicht zu wünschen übrig: Wenn’s sein muss, summt sich der 6,2-l-V8 Small Block bei unter 1200 Umdrehungen äußerst laufruhig durchs Stadtgetümmel – der flott und sanft arbeitende Automat sorgte stets für niedrige Drehzahlen. Das reduzierte den Verbrauch aber nur geringfügig, innerorts gönnte sich das Chevrolet Camaro Cabrio schon mal über 20 Liter. Doch ohne Saft keine Kraft, und außerdem gab’s an so mancher Ampel auch einen zügigen Start. Selbstredend nicht zum Angeben, doch atmet der Chevy bei Teillast reichlich leise aus. Schade, der erschwingliche Bruder der Corvette darf doch ruhig ein bisschen auffallen.

Frische Luft gab’s beim Chevrolet Camaro Test genügend

Höhepunkt beim Camaro Cabrio war immer auf neue das elektrische Einfahren des Stoffverdecks, das Parken vom Ellenbogens auf der Tür und irgendein Ziel anzusteuern. Nach ein paar Versuchen klappt am Muscle Car auch das Anbringen der Dachkastenabdeckung ohne Abschürfungen. Die komfortablen und sechsfach elektrisch verstellbaren Ledersitze gaben auch bezüglich des oft gebrauchten Seitenhalts kein Anlass zum Tadel – dass sie sich ungebremst in die Fondverkleidung vom Chevrolet Camaro fahren lassen, schon. Im Ganzen beachtlicher Cruising-Komfort – wenn man denn das Chevrolet Cabrio geschlossen über die Autobahn pilotiert. Denn offen tost dann ein Sturm im Fahrgastraum, dem die flache Frontscheibe und das nicht verfügbare Windschott nichts entgegenzusetzen haben.

Der Chevrolet Camaro Preis erleichtert die Kaufentscheidung

Das Chevrolet Camaro Cabrio ist aufs Essentielle limitiert, aber dennoch zweckmäßig ausgestattet: ABS, ESP, Soundsystem vom Boston Acoustics, Rückfahrkamera und Parksensoren sowie Head-up-Display. Letzteres erleichtert es bei höherem Tempo, sich voll und ganz mit der sehr leichtgängigen Lenkung zu befassen, führt aber die Augen weg von den ansehnlichen Rundinstrumenten und den flotten Zusatzarmaturen hinterm massiven Shifter. Das Camaro-Interieur punktete ohnehin durch gute Verarbeitung, die Werkstoffe machten einen robusten Eindruck. Bei alledem kann das Fazit vom Chevrolet Camaro Test gar nicht anders als positiv ausfallen: Daumen rauf zum Chevy-Kauf!