Eine Spritztour mit dem Ford C-MAX Energi

Ford C-MAX Test: Unterwegs mit der Hybridversion

Der neue Ford C-MAX Energi gibt auf dem Papier eine gute Figur ab: 198 PS Systemleistung bei geringem Verbrauch machen einen sehr attraktiven Eindruck. Kürzlich sind wir das Ford Hybrid-Modell gefahren.

Eine Spritztour mit dem Ford C-MAX EnergiFord C-MAX Energi ©Arild Eichbaum

Optisch unterscheidet sich der Ford C-MAX Energi in erster Linie durch die blau illuminierte Ladedose von seinen herkömmlich angetriebenen Schwestermodellen. Klar, die wesentlichen Änderungen stecken unter dem Blech – so zum Beispiel die wuchtige Batterie, die den Kofferraum aufs unpraktischste verkleinert: Der Stauraum sinkt im Ford Hybrid-Modell gefühlt um fast ein Drittel. Wo soll dann das Gepäck der fünf Insassen hin? Immerhin wird der C-MAX gern als Familienauto, spricht Erstwagen, eingesetzt. Damit geht die Alltagstauglichkeit des rein elektrisch gut 30 km weit fahrenden C-MAX Energi stark zurück, und für reine Pendlerfahrzeuge gibt es günstigere Alternativen als den schätzungsweise deutlcih über 30.000 Euro kostenden Ford Van. 

Das Ford Hybrid-Modell startet geräuschlos

Doch beim Ford C-MAX Test wollen wir nicht nur herumstehen, sondern auch fahren: Zündung, Start, Wählhebel auf D. Ist der jetzt an? Die übliche Plug-in- und Elektroauto-Eigenheit: Nix zu hören, und einen Drehzahlmesser gibt’s auch nicht. Na bitte, der C-MAX Energi rollt mithilfe von 118 Elektro-PS und 240 Nm Drehmoment geräuscharm los. Beim Beschleunigen auf Landstraßengeschwindigkeit schaltet sich dann auch der 143 PS und 175 Nm mobilisierende 2.0-l-Atkinson-Benziner zu, so geht es komfortabel voran. Das Fahrwerk wie üblich eher bequem denn sportlich, dank der Batterie im unteren Fahrzeug-Bereich auch in Kurven sicher zu fahren. Positiv fallen auch die gemütlichen Ledersitze auf und das aufgeräumte Cockpit auf,  während man an allen Teilen überhalb der Fensterlinie besser nicht rüttelt

Rekuperation im Ford C-MAX Energi

Das Ford Hybrid-System besteht aus zwei Elektromotoren und dem Vierzylinder-Benziner, die ein Planetengetriebe miteinander verbindet. So lässt sich beim Bremsen ein Großteil der freigesetzten kinetischen Energie zurückgewinnen, was in Beschleunigungskraft umgemünzt werden kann. Und wann immer mit dem Ford C-MAX Energi etwas Energie rekuperiert wird, informiert uns das Display rechts vom Tacho darüber. Im Vollhybrid-Modus – also bei leerer Batterie und aktiviertem Ottomotor – arbeitet das sogenannte Powersplit-System wie ein stufenloses CVT-Getriebe. Abhängig von Ladezustand und Fahrerwunsch stellt es sicher, dass sowohl der Verbrennungs- als auch der E-Motor und der Generator jeweils im optimalen Bereich arbeiten.

Fazit vom Ford C-MAX Test

Im Ford C-MAX Energi ist es aber auch das Getriebe, das jegliche Fahrdynamik und auch den Komfort arg zu mindern weiß: Beim Beschleunigen von 100 bis 160 sorgte es ohne Unterbrechung für beängstigend viel Lärm, ohne dem entsprechenden Vortrieb folgen zu lassen. Jeder Fahranfänger wäre dazu Recht gescholten worden, führe er so hochtourig. Besser ist es, die unauffällige EV-Taste zu drücken, um ausschließlich elektrisch zu fahren. Unsere Empfehlung: Wer gleich 160 Kilometer rein elektrische Reichweite wünscht, greift nicht zum C-MAX Energi, sondern zum Focus Electric. Auch bei ihm nervt zwar die Batterie im Kofferraum, doch fährt er sich als reines Elektroauto um Längen angenehmer.