Ford Fiesta Test: Wie macht sich die PowerShift-Automatik?

Eine Spritztour mit dem Fiesta 1.0 EcoBoost durchs Havelland

Der ab 8.850 Euro verfügbare Ford Fiesta bietet preiswerte Mobilität, sein Grundpreis lässt sich aber auch problemlos verdoppeln. Wir fuhren mit dem Fiesta Titanium 1.0 EcoBoost PowerShift eine derartige Version vom Ford Kleinwagen zur Probe.

Ford Fiesta Test: Wie macht sich die PowerShift-Automatik?Der neue Ford Fiesta 1.0 EcoBoost im Test ©Arild Eichbaum

Das Fazit vom Ford Fiesta Test kommt zu allererst – klasse! Für 22.260 Euro, dem durch einige Optionen kräftig gesteigerten Preis unseres Testfahrzeugs, gibt es überraschend viel Fahrspaß. Ab 18.550 Euro bietet der Ford Händler den Fiesta Titanium 1.0 EcoBoost mit der PowerShift-Automatik an, als am wenigsten notwendig erwiesen sich unserem Fiesta die Einstiegszierleisten zu 50 und die Metallic-Lackierung zu 765 Euro. Die Ausstattungspakete „Cool & Sound IV“ mit Klimaautomatik, Sony Audiosystem inklusive Ford SYNC sowie AUX- und USB Eingang, „Easy Driver II“ mit elektrisch einklappbaren und die Umgebung  illuminierenden Außenspiegeln, heckseitigem Park-Pilot und dem Notbremsassistenten Active City Stop sowie „Winter“ mit beheizbarer Frontscheibe und vorderen Sitzheizungen werten den Fiesta wiederum sehr sinnvoll auf.

Dank PowerShift mutiert der Fiesta 1.0 EcoBoost zum Flitzer

Und wie fährt der üppig bestückte Ford Fiesta Titanium mit dem sechsstufigen Doppelkupplungsgetriebe und dem 74 kW/100 PS leistenden Benziner? Großartig! Im Fahrmodus S grollt der Dreizylinder kernig los und begeistert an jeder Ampel, jedem aufgehobenem Tempolimit mit direkter Umsetzung von Gasbefehlen und beachtlicher Spritzigkeit. Die Gangwechsel fallen blitzschnell und sanft aus, die Richtungsvorgaben per Lederlenkrad werden exakt und sauber ausgeführt, die Federung arbeitet straff, aber nicht unbequem – der Ford Fiesta 1.0 EcoBoost ist ein Landstraßenflitzer erster Güte und regt dazu an, Kurventempi neu zu definieren. Die 170 Nm Drehmoment vom 1.0 EcoBoost treiben den Fiesta so schnell auf 50 Sachen, dass sich die Geschwindigkeitsregelung zu 190 Euro Aufpreis bereits nach wenigen so gesparten Schnappschüssen vom Straßenrand aus gelohnt hat. Doch keine Bange, die Bremsen verzögern nötigenfalls sehr souverän.

Beim Ford Fiesta Test gab’s bei viel Licht nur wenig Schatten

Genauso weiß der Fiesta 1.0 EcoBoost Spaß in Fahrstufe D zu gefallen. Hier geht das Vorankommen, so wie es zu erwarten war, reservierter und weniger blutdrucksteigernd vonstatten. Vor allem macht der Fiesta aber erheblich weniger Radau, was auch dem tieferen Drehzahlniveau zuzuschreiben ist. Den in Bedienung und Haptik angenehmen Shifter auf R, und schon geht’s rückwärts genauso geschmeidig voran. Die aufpreispflichtige Rückfahrkamera für preiswerte 195 Euro ist angesichts der nicht überragenden Aussicht nach hinten eine gute Wahl und ihr Geld wert. Mängel ließen sich bei unserem Ford Fiesta Test nicht finden, jedoch legte die PowerShift-Automatik in Verbindung mit aktiviertem Tempomaten bei Steigungen ein subjektiv teigiges Vorankommen an den tag, also herrsche Unwissenheit darob, wie die festgelegte Geschwindigkeit denn nun konstant gehalten werden könne. Ansonsten: Alles bestens!

Wie beeinflusst das PowerShift-Getriebe den Ford Fiesta Verbrauch?

Den Ford Fiesta Verbrauch steigert das PowerShift-Getriebe im Falle des 1.0 EcoBoost gegenüber der Variante mit Fünfgang-Handschaltung gemäß NEFZ um 0,6 auf 4,9 l/100 km. Angesichts zahlreicher Beschleunigungsproben – ja, die ab Werk angegebenen 10,8 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h haben wir erreicht – fiel der Spritkonsum bei uns indes etwas höher aus. Aufgrund nicht vorhandener längerer Autobahn- oder Schnellstraßenetappe entfiel leider auch die Möglichkeit, die Ausreißer nach oben durch Gleichmäßigkeit zu kompensieren. Wieder ein Argument für den Tempomaten…