Ford Mondeo Test: Unterwegs im neuen Ford Hybrid-Modell

Wie fährt sich die neue Mondeo Hybrid-Version?

Vor kurzem hatten wir die Gelegenheit, den neuen Ford Mondeo Hybrid in Form seines US- Zwillings Fusion zu fahren. Hier unsere Eindrücke vom Ford Mondeo Test.

Ford Mondeo Test: Unterwegs im neuen Ford Hybrid-ModellDer neue Ford Mondeo Hybrid ©Arild Eichbaum

Optisch zeigt der neue Ford Mondeo keine Schwächen, von außen ist er sofort als Ford erkennbar, während der geräumige Innenraum durch neue Touch-Bedienelemente und ein wesentlich geradlinigeres Cockpit dazugewonnen hat. Auch die bequemen Ledersitze gefallen. Erfreulich ist auch, dass die neue Lithium-Ionen-Batterie bei verbesserter Leistungsfähigkeit weniger wiegt als die im Vorgänger genutzten Nickel-Hydrid-Akkus. Wermutstropfen: Sie raubt dem ausschließlich als Stufenheck-Limousine erhältlichen Mondeo Hybrid ein gutes Stück des Kofferraums.

Beim Cruisen gefällt der Mondeo Hybrid

So soll der Ford Hybrid-Beitrag in der Mittelklasse rein elektrisch bis zu 136 km/h schnell fahren können – wenn man denn derart langsam beschleunigen kann, ohne dass der verkehrt dabei aufgehalten wird. Letzteres war in unserem Ford Mondeo Test in der Rushhour indes der Fall, sodass der 2,0 Liter große Atkinson-Benziner mit 145 PS meist unterstützend einsprang. Der überzeugte jedoch weit weniger als die Wechselstrom-Synchron-Elektro-Maschine des Ford Mondeo Hybrid, die im alleinigen Betrieb bei langsamer Fahrt mit dem üblichen, fast geräuschlosen, aber vor allem nachdrücklichen Tempozuwachs gefiel.

Beim Ford Mondeo Test ging’s mitunter laut zu

Leise ist der neue Ford Mondeo Hybrid indes kaum, wenn höhere Geschwindigkeiten oder stärkerer Leistungseinsatz gefordert sind: Dank des CVT-Getriebes befindet sich die Nadel des Tourenzählers häufig im roten Bereich, der Verbrennungsmotor heult auf – doch von den 198 PS Systemleistung und einem der Geräuschkulisse angemessen Vortrieb ist in der Ford Limousine nichts zu spüren. Trotz alledem erstrebt Ford einen Durchschnittsverbrauch von unter 5,0 l/100 km an und eine entsprechenden CO2-Ausstoß von weniger als 100 g/km. Um so überraschender, dass sich unser Ford Mondeo Verbrauch trotz der keineswegs maximale Sparsamkeit anvisierenden Spritztour auf 5,4 l/100 km belief. 

Ford Hybrid-Modell nicht uneingeschränkt empfehlenswert

Ansonsten brachte die Ford Mondeo Probefahrt zutage, dass sich der neue Mondeo äußerst kommod bewegen lässt. Klar ist er mit dem eindeutig auf Komfort ausgelegten, weichen Fahrwerk nichts für sportlich ambitionierte Bleifüße, doch hat das geruhsame Dahingleiten etwas sehr entspannendes an sich. So fällt auch unser Fazit vom Ford Mondeo Test zwiespältig aus: Mit Ausnahme des Getriebes ein interessantes Fahrzeug. Doch wer gleich 160 Kilometer rein elektrische Reichweite fordert, kauft nicht den Mondeo Hybrid, sondern den Focus Electric. Auch bei ihm stört zwar der Akku im Kofferraum, doch fährt er sich als reines Elektroauto wesentlich angenehmer.