Ford Transit Test: Unterwegs im FT330

Eine Probefahrt mit dem neuen Transit Kastenwagen

Der neue Ford Transit soll leichte Nutzfahrzeuge aus Köln noch stärker in die Gunst der Kunden rücken. Komfort, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit sind da gute Argumente. Wir überzeugten uns von diesen in einem Brisbane-Braun-Metallic lackierten Testwagen.

Ford Transit Test: Unterwegs im FT330Der neue Ford Transit im Test ©Arild Eichbaum

Unser Ford Transit Trend bietet mit Lederlenkrad, Tempomat, Klimaanlage und Multifunktionslenkrad serienmäßig Luxus im Überfluss. Überflüssig war dem ersten Anschein nach der Innenspiegel, der aufgrund fensterloser Trennwand zum Laderaum keinen Blick nach hinten gewährte. Doch irgendwo muss das Bild der optionalen Rückfahrkamera im Ford Transporter ja nun wiedergegeben werden. Für besten Durchblick sorgte das ebenfalls zum Standard dieser Transit-Version gehörenden Sicht Paket I mit elektrisch verstell-, beheiz- und anklappbaren Außenspiegeln, beheizbarer Windschutzscheibe und Wischwassersensor. Als besonders sinnvolles Extra wäre beim Ford Händler der Spannungskonverter mit 230 V-Steckdose zu ordern, erlaubt dieser doch ein Betreiben zahlloser Geräte auch abseits der nächsten Kabeltrommel. 

Im Ford Transit geht’s sehr angenehm zu

Was beim Ford Transit Test besonders punktete, war der Bedienkomfort: Hoch thronend auf dem sensationell bequemen Fahrersitz mit Lordosenstütze, empfiehlt sich die sofortige Planung, womit die üppig bemessenen Flaschenhalter und Staufächer am besten in Beschlag zu nehmen sind. Nicht nur jeder Schalter liegt im Transit in bester Reichweite, sondern auch der höchst ergonomisch positionierte Schalthebel, der einen quasi direkt in die Hand springt. Das darf er auch, denn das manuelle Sechsgang-Getriebe sorgt dank guter Führung für Spaß. Der Motor von unserem Ford Transit, ein 2.2 TDCi mit 92 kW/125 PS und 350 Nm Drehmoment, macht keinen übermäßig kultivierten Eindruck und hält sich akustisch auch nicht herausragend zurück, doch kompensiert dies mit strammem Durchzug und hoher Wirtschaftlichkeit: Gemäß NEFZ genehmigt er sich 7,5 l/100 km

Im Transit ist nicht nur das Platzangebot sicher

Sicherheit spielte beim Ford Transit Test ebenfalls eine große Rolle: So hatte unser 553 cm langer Testwagen mit dem L2-Radstand von 295 cm und normalhohem Dach neben dem aufpreispflichtigen Fahrspur-Assistent mit Müdigkeitswarner das sehr empfehlenswerte Reifendruckkontrollsystem an Bord. Diese ist speziell für Kunden interessant, die ihren Ford Transit auf Baustellen einsetzen wollen, wo Reifenschäden durch Metallteile und Steine verstärkt drohen. Sollte es dennoch zum schlimmsten Fall kommen, kontaktiert das Konnektivitätssystem Ford Sync mit Notruf-Assistent bei angeschlossenem Mobiltelefon Hilfskräfte in der jeweiligen Landessprache und gibt ihnen mithilfe von GPS-Daten den Standort durch.

Beim Ford Transit Test fehlte die Ladung selbstverständlich nicht

Die in zwei Stufen arretierbaren Hecktüren unseres Ford Transit sind geschlossen, die leichtgängige seitliche Schiebetür ebenso, die 600 kg schwere Zuladung in massiver Holzkiste – die Hälfte der maximalen Nutzlast im Transit FT330, dank sechs Verzurrösen im m3 großem Laderaum sicher fixiert. Abfahrt. Der frontgetriebene Ford Transit Kastenwagen lässt sich exakt lenken und federt durchaus angenehm, lässt einen in Kurven aber nie vergessen, dass man gerade keinen Fiesta ST, sondern einen Lieferwagen von 3,3 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht pilotiert. Dennoch wünscht man sich als frischgebackener Freiherr der Landstraße – der König kommt erste einige Klassen darüber – nichts sehnlicher als eine in weiter Ferne abzugebende Lieferung. Allein schon der bequemen Sitzposition wegen.