Unterwegs im Mercedes CLS Shooting Break 250 CDI

Fahrbericht: CLS Shooting Break

Grandezza. Luxus. Sportlichkeit. Das erwartet man im Mercedes CLS Shooting Brake völlig zu Recht. Die Erfüllung dieser Anforderungen hängt jedoch direkt von der Motorisierung des CLS Shooting Brake ab.

Unterwegs im Mercedes CLS Shooting Break 250 CDIMercedes CLS Shooting Break 250 CDI ©Arild Eichbaum

Optisch lässt der Mercedes CLS Shooting Brake keine Zweifel zu, die dynamische Linienführung wird durch den matten Lack in „Designo Magno Alanitgrau“ zu 4.403 Euro noch einmal deutlich betont. Dazu passen die grau lackierten 19-Zoll-Aluelgen schon ganz gut, keine Frage. Innen geht der Spaß weiter: Designo-Leder ziert Türen und Sitze, während der optionale Kofferraumboden aus amerikanischer Kirsche den Mercedes CLS Preis um 4,700,50 Euro anhebt. Damit Getränkekisten und Waschbetonplatten – immerhin erlaubt der CLS Shooting Brake 525 kg Zuladung und bei stehenden Fondsitzen 590 Liter Ladevolumen – das Edelholz nicht beschädigen, gibt’s eine robuste Gummimatte zum Schutz vor Kratzern und Dellen.

Radau im Mercedes-Benz CLS Shooting Brake

Unser spärliches Gepäck verschwindet im CLS Shooting Brake irgendwo in den Weiten des Gepäckraums, wir genießen die bequemen Aktiv-Ledersitze mit diversen Verstellmöglichkeiten. Das Comand-Navi für unserer Route durchs Elsass programmiert und den Schlüssel gedreht. Ernüchterung. Sind wir hier im falschen Film? Der 2,2 l große Selbstzünder rappelt los, beim kräftigeren Beschleunigen klingt der 250 CDI in unserem E-Klasse-Derivat wie ein Taxi mit besonders eiligem Fahrer. Furchtbar. Immherin dauert die Akustikfolter nur 7,8 Sekunden, dann liegt im Mercedes Shooting Brake dank 150 kW/ 201 PS bereits dreistelliges Tempo an. Puh.

Der Mercedes CLS Shooting Brake kann auch angenehm

Sobald wir im Mercedes-Benz CLS Shooting Brake erst einmal Reisetempo erreicht hatten, kamen wir auch in den Genuss von Grandezza und Luxus. Sanft und jetzt vor allem annähernd geräuschlos gleiten wir dahin im CLS Shooting Brake, den der Hersteller keineswegs als weiteren Mercedes Kombi verstanden wissen will. Streng tempolimitiert rückt auch der NEFZ-Verbrauch von kombiniert 5,3 Litern in greifbare Nähe. Die Sportlichkeit hielt sich derweil indes in Grenzen, was aber nicht dem tadellosen Fahrwerk, sondern dem Motörchen anzulasten ist. Wer in diesem Punkt keine Kompromisse will, wählt eben den CLS 63 AMG mit mindestens 550 PS.

Mehr Pötte stehen dem CLS Shooting Brake gut

Dass beim Mercedes CLS Shooting Brake die Heckklappe unser Gepäck nach Ankunft auf Knopfdruck freigibt, verwundert nicht, haben sich die Daimler-Mannen doch „Das Beste oder nichts“ auf ihre Fahnen geschrieben. Und ja, was Karosserie, Asssistenz- und Komfortfeatures sowie das Unebenheiten ausbügelnde, aber nie schwammig wirkende Fahrwerk im CLS Shooting Brake angeht, lösen sie ihr Versprechen auch ein. Unser Fazit vom Mercedes CLS Test: Shooting Brake? Jederzeit. Unbedingt. Vierzylinder-Diesel? Nicht in diesem Auto. Oder nur mit Ohrstöpseln.