Unterwegs mit dem neuen Audi A3 e-tron Sportback

Der neue A3 e-tron bietet für jeden

Der neue Audi A3 e-tron erfüllt wie ein Überraschungsei drei Wünsche auf einmal: Wie Audi nicht zu Unrecht verkündete, gibt’s hier ein batterieelektrisch betriebenes Fahrzeug, einen Plug-In-Hybriden sowie einen Performer auf Basis der kompakten A3-Plattform.

Unterwegs mit dem neuen Audi A3 e-tron SportbackDer neue Audi A3 e-tron Sportback ©Arild Eichbaum

Dass der neue Audi A3 e-tron einen 1.4 TFSI-Benziner mit 150 PS an Bord hat, bewirkt einen Fahrstil, der sich um reinen Elektrobetrieb bemüht. Hä? So isset, der E-Motor mit maximal 102 PS und strammen 330 Nm Drehmoment sorgt für enorm geschmeidiges und unbeschwertes Vorankommen, das Rauschen der Klimaautomatik auf niedrigster Stufe ist dank des beinahe geräuschlosen Antriebes bei unserem Audi A3 Test bestens zu vernehmen, während sich das Abrollgeräusch der 17-Zoll-Reifen direkt laut und ordinär ausnimmt. Entspannung statt Ermüdung. Und in dieses Idyll brüllt bei einem Wunsch nach Kickdown auf einmal der Ottomotor mit hoher Drehzahl und einer Vehemenz, die die bis dahin sanfte Eleganz des A3 e-tron Sportback hatte nicht erwarten lassen.

Der Audi A3 e-tron ist ein echter Sportsfreund

Nicht, dass der A3 e-tron deswegen zu verachten wäre – er hält das Versprechen des Performers und schießt wie von der Tarantel gestochen von dannen. Soll heißen: Dank einer Systemleistung von 150 kW/204 PS und eines kombinierten Drehmoments von 350 Nm geht’s in 7,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und weiter auf 222 Sachen Spitze, der Auspuffsound macht Lust engagiertes Fahren. Hierzu trägt im neuen Audi Hybrid-Modell auch die dank unter der Rückbank platzierte, 120 kg wiegenden Lithium-Ionen-Batterie bei, die sich günstig auf die Straßenlage auswirkt. Der 40-Liter-Benzintank wandert zwischen die Hinterräder, wo bei den A3 Sportback quattro-Versionen das Hinterachsdifferential sitzt; der Kofferraum fasst wie bei jenen 280 Liter. 

Vier Fahrmodi gibt’s im A3 e-tron 

Der Audi A3 e-tron hinterlässt trotz dieser gegensätzlichen Charakters nach diversen Testkilometern durch Wien und den Wienerwald keinen zwiespältigen Eindruck: Wird Leistung benötigt und diese nicht rabiat per Pressschuss aufs Gaspedal abgerufen, verhält sich der 1.4 TFSI-Vierzylinder nicht bloß manierlich, sondern kultiviert und sehr leise. Da bedarf es im A3 e-tron schon eines geschulten Gehörs, ob der Otto gerade arbeitet oder ruht. Oder eines Blicks auf das Zentraldisplay nach einem Klick auf die darunter liegenden EV-Taste: Nun lässt sich einsehen und gegebenenfalls umstellen, welchen der vier Modi – hybrid auto, hybrid hold, hybrid charge und electric – die Audi A3 Hybrid-Variante nutzt respektive nutzen soll.  

Fazit vom Audi A3 e-tron Fahrbericht: Wow!

Unverkennbar ist der neue A3 e-tron am Singleframe-Grill mit waagerechten Lamellen. Hinterm wegschwenkbarem Audi-Emblem residiert die Ladedose. Das Aufladen des 8,8 kWh-Stromspeichers dauert mit 220 Volt dreidreiviertel Stunden und mit Starkstrom anderthalb Stunden weniger. Rein elektrisch summt der frontgetriebene A3 Sportback in 4,9 Sekunden von 0 auf 60 km/h und weiter bis zum Autobahn-Mitschwimmtempo 130. Maximal stromert der Audi A3 e-tron 50 km weit, was die allermeisten Fahrten des Tages abdeckt. Und auf der Urlaubsreise springt eben der Benziner mit ein. Das grüne Gewissen hat in Ingolstad übrigens einen Preis, der bei 37.900 Euro beginnt. Der Verbrauch vom Audi Plug-In-Hybriden fällt mit 1,5 l/100 km, entsprechend einem CO2-Ausstoß von 34 g/km, umso geringer aus.