Wirtschaftlicher Fahrspaß im Mercedes E 300 BlueTec Hybrid

E-Klasse Test: Unterwegs im Mercedes Hybrid-Auto

Hybridautos müssen längst nicht mehr gewöhnungsbedürftig aussehen oder gegenüber ihren konventionell betriebenen Geschwistern an Kofferraumvolumen einbüßen. Die Vorzüge des Mercedes E 300 BlueTec Hybrid umfassen jedoch noch weit mehr.

Wirtschaftlicher Fahrspaß im Mercedes E 300 BlueTec HybridMercedes E 300 BlueTec Hybrid ©Arild Eichbaum

Zunächst einmal beweist der Mercedes E 300 BlueTec Hybrid, dass die Kombination eines Verbrennungsmotors mit einer E-Maschine keineswegs lahm ausfallen muss: Unser E-Klasse T-Modell befeuerten ein 2,2-l-Biturbodiesel mit 204 PS und 500 Nm Drehmoment sowie ein 27 PS und 250 Nm mobilisierender Elektromotor, der platzsparend im automatischen 7G-tronic-Getriebe untergebracht wurde. Damit stürmt der Mercedes Hybrid-Kombi in 7,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Dass die Kraft der zwei Herzen dabei nicht im Ansatz laut oder gar unkultiviert erzeugt wird, ist für sich gesehen schon sehr überraschend. Andererseits ist die Mercedes E-Klasse in der automobilen Hackordnung schon ziemlich weit oben positioniert, da muss man vorhandene Maßstäbe akzeptieren oder gleich neue setzen.

Die sparsamste E-Klasse aller Zeiten

Beim großen Mercedes Hybrid-Auto entschied man sich für letzteres und stellt den Benzin Hybrid-Versionen der rivalisierenden Audi A6 und BMW 5er einen noch sparsameren Dieselmotor entgegen. Wer den Mercedes E 300 BlueTec Hybrid vorsichtig und sehr beherrscht bewegt, dürfte recht leicht auf den NEFZ-Verbrauch kommen, der beim T-Modell 4,4 l/100 km, entsprechend einer CO2-Emission von 116 g/km, beträgt. Doch stets lockte beim Mercedes E-Klasse-Test die Versuchung, nach dem lautlosen Starten im reinen Elektromodus recht bald den Gasfuß voll durchzudrücken und den satten Durchzug bei unmerklichen Gangwechsweln zu genießen. Klar steigert das den Durst, doch dagegen lässt sich speziell im Stadtverkehr leicht ansegeln: Fuß vom Gas, und der E 300 BlueTec Hybrid rollt mit abgekoppeltem Antriebsstrang lange vor sich hin.

Im Mercedes E 300 BlueTec Hybrid bleibt man gerne länger

Wie auch in den herkömmlichen Mercedes E-Klasse-Ausführungen kam auch beim E 300 BlueTec Hybrid der Fahrkomfort nicht zu kurz: Das Fahrwerk des Hecktrieblers schluckt die allermeisten Unebenheiten der Straße klaglos, ist aber genügend straff abgestimmt, um auch Kurven zügig durcheilen zu können. Und erst diese Sitze: Vielfältig elektronisch einstellbar, möchte man die auf Wunsch auch mit weißem, perforiertem Leder bezogenen Kuschelsessel auch nach mehreren Stunden kaum verlassen. Die Hinterbänkler kommen – ein genügend solventer Eigner vorausgesetzt – in den Genuss des vollen E-Klasse-Komfortprogramms und können sich unter anderem mit dem Rearseat Entertainment-System Kurzweil auf langweiligen Passagen verschaffen.

Mercedes E-Klasse Test – das Fazit

Das Beste an dem Mercedes Hybrid-Auto ist neben seiner Sparsamkeit aber, dass es sich so angenehm fährt wie ein konventioneller, nicht zu kleiner Diesel. So darf die automobile Zukunft gerne aussehen.