AMG

Tuning

AMG unterscheidet sich vom Konkurrenten Brabus dadurch, dass die Firma eine Tochtergesellschaft der Daimler AG ist.

Dies verschafft dem Tuner aus Affalterbach nahe Ludwigsburg natürlich einen enormen Vorteil, ist der Hersteller der Basisfahrzeuge doch daran interessiert, dass die Tuningsaufträge der Kunden im eigenen Haus bleiben. Eine Art, wie dies gewährleistet werden kann, ist die Kooperation beim Vertrieb. So kann ein Kunde bei Mercedes einen Neuwagen mit Änderungen von AMG bestellen, ohne zwischen beiden Herstellern vermitteln zu müssen. Diese Möglichkeit wird von den Kunden sicher häufig genutzt. Denn AMG hat anders als Brabus ein großes Angebot an Einzeländerungen, statt lediglich Komplettpakete, i. e. vollständige Wagen, anzubieten. Diese Individualaufträge können auch nur die Verwendung einer besonders gestalteten Radioantenne sein. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, Sonderausstattungen im Paket zu bestellen, beispielsweise Carboneinsätze an der Karosserie.

Besonders aber tut sich AMG durch eine firmeneigene Motorenentwicklung hervor. Das Unternehmen vertritt das Motto „Ein Mann, ein Motor“: Je ein Mechaniker montiert einen Motor komplett von Hand. Die Modellreihe gliedert sich in Biturbo-Aggregate (i.e. Motoren mit zwei Turboladern), Kompressormotoren und Motoren mit erhöhtem Hubraum. Auch beim Angebot von Komplettfahrzeugen scheint AMG von der Nähe zu Daimler zu profitieren. Zu allen größeren Modellen gibt es Tuningversionen, bei den meisten wie etwa dem CLK sogar in mehreren Ausführungen. Dabei geht es nicht allein um Leistungssteigerungen. AMG bietet vielmehr drei Tuningformate an. Die „Label Signature Series“ ist ganz auf den Renneinsatz getrimmt, schließlich ist das Unternehmen in der DTM vertreten. Bei den „Editions“ hingegen es geht vor allem ums Design, trotzdem werden natürlich auch hier stärkere Motoren verwendet. Die „Black Series“ stellen hingegen einen Mittelweg zwischen beiden Veredlungsformen dar.