Eco-Tuning

Tuning

Normalerweis geht es beim Tuning um eine bloße Leistungssteigerung, meist ohne Rücksicht auf Verbrauch oder eine stärkere Abnutzung des Motors. Seit einigen Jahren ist jedoch ein Trend in die entgegengesetzte Richtung zu verzeichnen.

Damit der Motor auch mit niedrigen Drehzahlen die nötige Kraft etwa für Anhänger entwickelt, wird das Drehmoment angehoben. Der Wagen verbraucht dann also schlicht deswegen weniger Sprit, weil man weniger aufs Gaspedal treten muss. Dies ist allerdings ohnehin nicht möglich, wenn man nicht gerade mit schwerer Last unterwegs ist; wer also ohnehin sparsam fährt, dem wird der getunte Chip wenige Vorteile bringen. Auch bei Fahrten auf Autobahnen, wo über eine längere Zeit auf hohen Drehzahlen gefahren wird, wirkt sich der Effekt nur geringfügig aus; hier versprechen selbst die Tuning-Anbieter nur einen Spareffekt von ca. fünf Prozent.

Wenn man seinen Wagen aus Gründen der Sparsamkeit tunen will, darf natürlich der Umbau nicht allzu viel Geld kosten. Daher lohnt sich das Tuning am ehesten, wenn man sich einen Zusatz-Chip in den Motor einbaut, statt den alten umprogrammieren zu lassen. Dieser wird vor den Original-Chip geschaltet und sendet geänderte Befehl an die Motorsteuerung.

Ein weiterer Weg, sowohl die Umwelt als auch den Geldbeutel zu schonen, bieten Entwicklungen im Bereich „FlexFuel“. Das Fernziel dieser Forschungsrichtung sind Motoren, die mit vielen unterschiedlichen Kraftstoffen betrieben werden können. Diese Technik soll als Nachrüstung, eben durch Tuning, verfügbar sein. Insbesondere geht es hierbei um den Klima schonenden Treibstoff Ethanol, der zu den regenerativen Energieträgern gehört. Aber auch Flüssiggas steht aus der Liste der Forscher. Das Problem an dieser Antriebstechnik ist jedoch die Speicherung im Fahrzeug: damit das Gas flüssig bleibt, muss es unter einem sehr hohen konstanten Druck gehalten werden.