Lingenfelter Firebird

Pontiac Trans Am reloaded

Kaum hat General Motors die Einstellung seiner einstmals ruhmreichen Marke Pontiac bekanntgegeben, sorgte Tuner Lingenfelter für einen möglichen 2010 Firebird Trans Am.

Lingenfelter FirebirdLingenfelter Firebird Trans Am ©flickr / RYC - Behind The Lens

Sein Trans Am beruht wie wie das historische Vorbild auf dem Chevrolet Camaro, den für Pontiac bereits damals äußerlich modifizierte und – wichtiger – mit stärkeren V8-Motoren versah. Der 455 cui Super Duty mit 7,5 l Hubraum und offiziellen 310 PS oder die 400 cui Ram Air IV und V, letzterer mit 500 PS, beflügelten den Trans Am, das Topmodell vom Firebird wortwörtlich. Jetzt donnert ein auf 455 cui aufgebohrter Corvette-V8 mit 655 PS und 827 Nm Drehmoment und drückt seine Kraft über ein Sechsgang-Schaltgetriebe an die Hinterräder. Wie schnell die Nitto-Reifen auf den 20-Zoll-Felgen im Retro-Wabendesign ihr Profil verlieren, ist allerdings nicht bekannt…

Camaro-Basis für den Lingenfelter Trans Am

Der Lingenfelter Firebird lehnt sich optrisch stark an die frühe zweite Firebird-Generation an. Das durch die Motorhaube ragende Shaker Scoop, das fest auf  dem Triebwerk montiert war und daher bei jedem Gasstoß wackelte, ist ebenso vertreten wie die Scheinwerfer-Grill-Einheit aus einem Stück. Heute nichts besonderes, damals aber als modernes, europäisches Design angesehen. Auch der zentrale Rennstreifen mit dem kleinen oft als „Screaming Chicken“ verballhornten Firebird-Emblem ist wieder da. Das „Pontiac“-Heck ziert der korrekte Ducktail-Spoiler mit den  den darunter liegenden bereiten und flachen Rückleuchten. Beim aktuellen Camaro sitzen hier runde Doppel-Lichter. Wie der 1970 Trans Am ist auch die moderne Interpretation weiß-blau lackiert.

Debüt auf der SEMA 2009

Das Tuning-Auto wurde auf der Fachmesse SEMA 2009 vorgestellt und avancierte zum Publikumsmagneten. Die einzigen, wenngleich geringen Unstimmigkeiten sind das Camaro-Armaturenbrett mit zwei großen Rundinstrumenten sowie die Coupe-Karosserie. Diese soll die erste Camaro-Firebird-Baureihe zitieren, stört mit ihrer recht fließenden Dachlinie das Trans-Am-Concept Car, das ein echtes Fließheck zum Vorbild hat, nicht wirklich. Der blau im 70er Jahre Stil abgesteppte Innenraum überzeugt wie der doppelte Auspuff, selbst wenn letztere aus der Heckschürze hervorkommt anstatt darunter wie einst. Sei’s drum. Ob und wann Lingenfelter Performance sich zu einer Kleinserie entscheidet, ist momentan leider noch unklar.