Rinspeed

Ausgefallen

Mit Amphibienfahrzeugen und Luftfahrtprojekten präsentiert sich Rinspeed als Sonderling unter den Tunern.

RinspeedDas Concept-Car Bedouin auf Basis des Porsche 996

Die in Zürich ansässige Veredlungswerkstatt beschäftigt heute nach eigenen Angaben nur zehn Mitarbeiter. Anfangs ein Importunternehmen für Sonnendächer, startete der Gründer Franz Rinderknecht Anfang der Achtziger Jahre mit dem Tuning von VW Golf-Modellen und entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem gefragten Veredler für Porsche . Daneben produziert das Unternehmen jedes Jahr mindestens ein Konzept-Auto, dass dann auf dem Genfer Automobil-Salon vorgestellt wird. In diesem Jahr ist es ein Amphibienfahrzeug mit der Karosserie eines Sport-Coupés, das aber anders als herkömmliche Konstruktionen nicht nur schwimmen, sondern auch tauchen kann.

An technischen Änderungen von Porsche-Fahrzeugen bietet Rinspeed das volle Programm: Leistungsänderungen am Motor, Maßnahmen zur Verbesserung der Aerodynamik, Fahrwerkstuning und besonders leichte und effektive Bremsanlagen. Zumindest beim Motortuning halten sich die Modifikationen jedoch in Grenzen. Getunte Aggregate bietet Rinspeed nämlich nur für drei Porsche-Modelle (996 Turbo/GT2, 995 Cayenne) an. Durch eine Leistungsverbesserung von 45-150 PS gelingt es, die Wagen um jeweils 10 km/h schneller zu machen. Auf Grund der hohen Endgeschwindigkeiten von Porsche-Serienmodellen ist dies jedoch kein schlechter Wert. Hinzu kommt durch die Leistungssteigerung eine bedeutsamere Verbesserung der Fahrdynamik. Ob dies allerdings beim Cayenne 955 Turbo mit 450 PS ab Werk noch sinnvoll ist, sei dahingestellt. Von den Produkten anderer Tuner heben sich die veredelten Porsche von Rinspeed durch ein äußerst mutiges optisches Tuning der Karosserie ab. Meist werden die eher stromlinienförmigen Serienkarosserien um weit ausladende Front- und Heckschürzen sowie große Spoiler erweitert.

Rinspeed bietet Gesamtpakete seiner Tuningleistungen an, die speziell auf die jeweiligen Modelle zugeschnitten ist. Ein relativ neues Beispiel ist der „X-treme“ auf Basis des SUVs Cayenne. Auch hier sind an der Karosserie Vergrößerungen der Lufteinlässe und der Seitenschweller vorgenommen worden, und die Motorleistung wurde auf 600 PS gesteigert.