Ruf

Tuning

Muss man einen Porsche noch tunen? Das Unternehmen Ruf sagt ja, und präsentiert sechs zum Teil brachial leistungsgesteigerte Rennwagen mit Straßenzulassung.

Wie die meisten Unternehmen hat auch Ruf seine Wurzeln im Motorsport und ist auf diese Weise von Anfang an mit Porsche verbunden gewesen. Ruf ist heute ein international anerkannter Autohersteller, der jüngst eine Manufaktur im arabischen Bahrain eröffnet hat. Das Unternehmen bietet keine Umrüstung gebrauchter Serien-Fahrzeuge an. Bei manchen Modellen sind die Änderungen jedoch recht geringfügig, betreffen etwa nur den Motorblock. Zudem hat die Firma einen umfangreichen Satz von Zubehörteilen im Angebot. Hierzu gehören natürlich kleinere Komponenten wie verfeinerte Federungssysteme, aber auch beispielsweise eigene Sportsitze. Bei den hohen Endgeschwindigkeiten von Sportwagen sinnvoll, bietet Ruf zudem mehrere Front- Heck- und Seitenspoiler an.

Porsche setzt als Luxusmarke die Messlatte für ein Innenraumtuning hoch an. Ruf hat offensichtlich daraus den Schluss gezogen, dass man diesen Geschäftsbereich wohl lieber dem Stuttgarter Hersteller allein überlassen sollte. Alle Veredlungsmaßnahmen dienen lediglich dazu, die sportlichen Eigenschaften der Serienfahrzeuge zu akzentuieren. Die hochgezüchteten Serien-Porsche können nur durch relativ tief greifende Eingriffe in die Antriebstechnik noch leistungsstärker gemacht werden; ein einfaches Chiptuning ist hier nicht ausreichend. Ruf tut sich daher mit Änderungen an der Mechanik der Motoren hervor, und bietet beispielsweise ein selbst entwickeltes Ansaugsystem an. Weiterhin sind viele Modelle mit Kompressormotoren bestückt. Weniger setzt man hingegen auf eine massive Erhöhung des Hubraums und der Zahl der Zylinder. Bei all diesen Maßnahmen geht es nicht allein darum, die PS-Leistung oder die Endgeschwindigkeit zu verbessern; Ruf setzt auch darauf, Verbesserungen in den Leistungskurven zu erzielen.