Die Geschichte der Automarke Alfa Romeo

Autos mit sportlichem Herz

Geht man zurück auf die Gründung der Automobilmarke Alfa Romeo, so stößt man keineswegs auf einen echten Italiener, sondern auf einen Franzosen – Alexandre Darracq, der zu den Pionieren des Automobilbaus zählt. Die von seiner Firma „Darracq & Comapny“ hergestellten Fahrzeuge nahmen sehr erfolgreich an internationalen Rennen teil und so expandierte er ins Ausland.

1906 errichtete er in der Nähe von Mailand, in Portobello, ein riesiges Automobilwerk, doch während er in Frankreich sehr erfolgreich war, gingen seine Autos auf dem italienischen Markt nicht besonders gut. Aus der Umgebung des Unternehmens stammt auch das Firmenlogo, das eine Kombination des Stadtwappens und des Wappens des Herzogtums Mailand, darstellt. 1907 gründete der motiverte Franzose die „Società Italiana Automobili Darracq“ und änderte den Namen 1910 in „Società Anonima Lombarda Fabbrica Automobili“, kurz A.L.F.A. Im selben Jahr verlässt auch bereits der erste A.L.F.A. das Werk im Nordwesten Mailands. Der Wagen mit stolzen 42 PS trug den Modellnamen „24HP“.

Alfa Romeo – eine von Erfolgen und Mißerfolgen gezeichnete Geschichte

1915 wurde der Konzern von der „Accomandita Ing. Nicola Romeo & Co“ übernommen und damit vor dem Konkurs bewahrt. Von diesem Nicolo Romeo stammt der dann eingeführte zweite Teil des Namens. 1925 gewann Alfa Romeo zum ersten Mal die Wm und zwar mit einem P2, der bereits über 140 PS verfügte. Vier Jahre später kam der nächste Tiefschlag in Form des Börsencrashs. Unter Benito Mussolini wurde das Unternehmen verstaatlicht und hieß fortan S.A. Alfa Romeo. Kurze Zeit später baute dieser Konzern das bis dahin schnellste Serienauto der Welt – eine Version des 8C 2900, Spitzengeschwindigkeit 205 km/h. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Werk in Portello sehr stark beschädigt und konnte erst 1946 wieder aufgebaut werden.

Romeo, Giulia und Giulietta

In den 50er Jahren gingen zwei Modelle hervor und brachten Alfa Romeo den Durchbruch beim Normalverbraucher. 1954 kam Giulietta und1962 die sportliche Limousine Giulia. Dazu kamen etliche Rennerfolge und Alfa Romeo hatte sich im Autosport endgültig etabliert. Das itanlienische Rot ist eigentlich das Rosso Alfa – ein Rot, das nicht so bekannt wie das Ferrari-Rot, aber viel älter und traditioneller ist. 1966 kam eine Legende auf den Markt, der Alfa Spider – designed von Pininfarina. Ab den 70er Jahren kamen preisgünstigere, in Süditalien produzierte, Modelle auf den Markt – die Alfasud. Sie waren sportlich, konnten sich auf dem internationalen Markt aber nicht gut behaupten.

FIAT klopft an

Aufgrund der wirtschaftlichen Lage wurde Alfa Romeo 1986 schließlich an FIAT verkauft und existiert seitdem als Sparte dieses Unternehmens. In Kombination mit FIAT-Teilen wurden einige Qualitätsmängel behoben, doch neue Finanzkraft und technische Verstärkung brachten auch neue Möglichkeiten für Alfa Romeo. Heute gibt es Alfa Romeos für alle Bedürfnisse – vom Kompaktwagen Alfa 147 über den Alfa 166 (obere Mittelklasse) bis zum Alfa Crosswagon Q4, dem Geländekombi.