Die Geschichte der Automarke Aston Martin

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Wie die meisten Automobilhersteller kann auch Aston Martin auf eine bewegte Unternehmensgeschichte zurück blicken. Begonnen hat diese 1914 mit den Gründern Lionel Martin und Robert Bamford, wobei der Namensteil Aston auf ein Bergrennen von Aston Hill, in Buckinghamshire, zurück zu führen ist.

Aston Martin Logo

Beide waren rennbegeistert und hatten so die Vision, nicht nur renntaugliche, sondern vor allem erfolgreiche Autos herzustellen. Die Exklusivität blieb – durch fast durchgehende Handarbeit bei allen Modellen wurden bis heute nicht mehr als 16.000 Aston Martins hergestellt und verkauft. 1915 wurde das erste Modell gebaut, das auf den Namen „Coal Scuttle“ getauft wurde, was so viel wie „Kohlenkiste“ bedeutete. Bamford verlor bald das Interesse und verlies das Unternehmen. Als Nachfolger kam Graf Louis Vorow Zborowski, der mit einem Aston Martin und einer Geschwindigkeit von 120 km/h zehn Weltrekorde brach. Beim Großen Preis von Monza kam der Graf dann 1924 ums Leben. Lionel Martin geriet in immer größere finanzielle Schwierigkeiten und so schlitterte das Unternehmen 1925 in den Konkurs.

Mit Aston Martin Motors Ltd. in eine neue Zukunft

Lord Charnwood, der Aston Martin schon seit Längerem finanziell unterstützt hatte, begann 1926 damit, neue Modelle zu entwickeln. So entstand zuerst ein selbst entwickelter 1,5-Liter-Vier-Zylinder-Motor und die vier Serienmodelle „International“, „Le Mans“, „Mark II“ und „Ulster“, die auf allen internationalen Rennen Erfolge feierten. 1932 übernahm Sir Arthur Sutherland den Konzern und entschloss sich bald darauf, auf „gewöhnliche Straßenfahrzeuge“ umzustellen. 1939 entstand der „Atom“, ein futuristisch anmutendes Fahrzeug, das eine ausgeklügelte Stromlinienform besaß. Eine Serienproduktion stellte sich allerdings immer noch nicht ein – bis 1945 verließen nicht mehr als 700 Fahrzeuge das Werk.

Krieg in der Automobilbranche und ein Geheimagent

Auch an Aston Martin ging der Zweite Weltkrieg nicht vorüber und so fiel es dem britischen Unternehmer und Automobilfan David Brown leicht, den Konzern zu übernehmen. Gleichzeitig übernahm dieser auch die englische Automobilmarke Lagonda und davon übernahm er einen von Bentley konstruierten &-Zylinder-DOHC-Motor. 1951 trat der DB 3 in Erscheinung – konstruiert von dem ehemaligen Porsche Mitarbeiter Eberan von Eberhorst. Mitte der 50er Jahre blieben die Rennerfolge aufgrund der starken Konkurrenz aus, doch Aston Martin erholte sich und gewann 1959 die „Markenweltmeisterschaft“, womit sich der Konzern und vor allem sein Image erholen konnten. 1963 erschien der DB 5, der schon bald zur Legende werden sollte. Kaum in Serienproduktion gegangen, wurde er auch schon Star eines Filmklassikers, als er in den James Bond Filmen „Goldfinger“ und „Thunderball“ Sean Connery als treuer Dienstwagen diente. Trotz dieser Erfolge konnte Aston Martin sich nicht über Verluste hinweg retten und so verkaufte Brown das Unternehmen 1972 an einen Zusammenschluss von Geschäftsmännern aus Birmingham, blieb jedoch im Vorstand des Unternehmens. So ging es mit einigen Auf und Abs dahin, bis 1986 Ford Interesse an Aston Martin zeigte. Kurz vor David Browns Tod und nach dessen 89. Geburtstag, kam der DB7 auf den Markt und dieser mauserte sich zum bis dahin erfolgreichsten Modell der Automobilmarke. Fast zwanzig Jahre später kehrte auch 007 zur Marke zurück fuhr 2002 in „Die another day“ einen Aston Martin Vanquish.

2007 verkaufte Ford seine Anteile an Aston Martin und ebenso wurde das Stammwerk in Newport Pagnell geschlossen. Mittlerweile werden die neuen Aston Martins in Graz (von Magna Steyr) und in Gaydon hergestellt. Die von Ford verkauften Anteile übernahmen die Investment Unternehmen DAR und ADEEN Investment.
2009 – 50 Jahre nach dem letzten Sieg – tritt Aston Martin erneut beim 25 Stunden Rennen von Le Mans an.