Geschichte der Automarke Rolls-Royce

Rolls Royce nach Übernahme in BMW-Hand

Rolls-Royce ist der Inbegriff für Luxus auf Rädern. Der Name des traditionsreichen britischen Automobilunternehmens geht auf die beiden Unternehmer Charles Stewart Rolls und Frederick Henry Royce zurück, die 1904 erstmals zusammentrafen.

Der damals 41-jährige Royce und der 14 Jahre jüngere Rolls handelten bis dahin unabhängig voneinander mit importierten Autos. England hatte im Automobilbau noch nicht den Standard des europäischen Festlands erreicht.

Rolls-Royce als Firmenname

Sowohl Rolls, der Spross eines Adelshauses, als auch Royce, der ursprünglich aus weniger begüterten Verhältnissen stammte, sich aber inzwischen hochgearbeitet hatte, beschäftigten sich zu diesem Zeitpunkt schon seit längerem mit dem Gedanken, ein gutes englisches Automobil zu entwickeln. Henry Royce setzte diesen Vorsatz in die Tat um und baute drei Fahrzeuge für seine Bekannten. Charles Rolls sah eins dieser Autos und vereinbarte daraufhin ein Treffen mit dem Erbauer, das im Mai 1904 in einem Hotel in Manchester stattfand. Rolls und Royce beschlossen, sich zusammenzutun und gründeten die Firma Rolls Royce Limited.

Die Perfektionierung des Rolls-Roys

1906 wurde der Rolls-Royce Silver Ghost produziert, der sofort als bestes Auto der Welt bezeichnet wurde. Er legte ohne Pause und ohne Panne, für damalige Verhältnisse unglaubliche, 20.000 Kilometer zurück. Leider konnte sich Charles Rolls nur kurz an diesem Erfolg freuen. Aufgrund seiner Technikbegeisterung wurde er einer der ersten Flugzeugpiloten Englands und starb 1910, im Alter von 32 Jahren, als er mit seinem Flugzeug abstürzte. Henry Royce zog sich schon bald aus gesundheitlichen Gründen in das milde Klima der Cote d’Azur zurück, wo er aber weiterhin alle Zeichnungen und Entwürfe anfertigte. Als Henry Royce 1933 starb, war der Rolls-Royce bereits für seine einzigartige Ausstattung bekannt.

Der Rolls-Roys und das Ende seines rein britischen Flairs

Ursprünglich wurden alle Rolls-Royce-Modelle für den Chauffeurbetrieb konstruiert. Das änderte sich erst in den Sechzigern, als der erste „Selbstfahrer“ auf den Markt kam, der jedoch flopte. In den 70er Jahren, meldete Rolls-Royce Konkurs an und überlebte nur mit staatlicher Hilfe. Nach der Reprivatisierung bemühten sich in den 90er Jahren VW und BMW um die Übernahme von Rolls-Roys Motor Cars. BMW erhielt das Recht, den Namen Rolls-Royce zu nutzen und baut seit 2003 in einem Werk in West-Sussex das Rolls-Royce Modell Phantom.