Auto polieren – Die richtige Pflege für Ihr Auto

Eine ordentliche Autopolitur erfordert Zeit und Ausdauer

Streusalz und Split setzen dem Autolack in jedem Winter stark zu. Um den Glanz der Lackierung zu erhalten, muss man von Zeit zu Zeit sein Auto polieren und wachsen.

Auto polieren – Die richtige Pflege für Ihr AutoPolitur eines Rennwagens ©flickr/ Dell's Official Flickr Page

In welcher Weise man sein Auto polieren sollte, hängt maßgeblich vom Zustand des Lacks ab: Bei neuen oder soeben grundgereinigten Lacken raten Experten zu einem reinen Hartwachs, das den Lack schützt und tiefen Glanz hervorruft. Für betagtere und schon leicht ermattete Lacke eignet sich eine milde Politur mit niedrigem Schleifmittelanteil. Umso verwitterter der Lack sich zeigt, desto größer sollte der Schleifanteil ausfallen. Nach einer stark schleifenden Politur ist ein Nachwachsen zur Sicherung des Glanzeffekts angesagt. Wer zwecks Lackauffrischung sein Auto polieren will, muss es zuvor sorgfältig von jeglichen Verschmutzungen zu befreien. Nun darf die flüssige Politur mit auf- und abwärts gerichteten Bewegungen einmassiert werden. Nachdem die Autopolitur einwirken konnte, ist sie mit einem frischen Lappen zu entfernen. Im Anschluss gibt’s einen Wachsauftrag, ebenfalls mit einem neuen Lappen. Der darf mit kreisförmigen Bewegungen einmassiert werden, wobei nach dem Trocknen ausgekreidetes Wachs mit dem nächsten frischen und angefeuchteten Tuch wieder abzutragen ist. Ein umfangreicher Vorrat an weichen Textilien wie Frotteetücher, Bettlaken oder verschlissene T-Shirts sind also unabdingbar.

Autopolitur unter freiem Himmel

Beim Auto Polieren empfiehlt es sich, Stück für Stück vorzugehen, also etwa Motorhaube, Kotflügel, Tür, Tür, Dach, Kotflügel, Heckklappe. Noch besser ist es, sich auf etwa 50×50 cm große Abschnitte zu beschränken. Der Grund für diesen ständigen Wechsel zwischen Polieren und Wachsen liegt darin, dass das Autowachs unter Sonneneinstrahlung zu schnell eintrocknet, was das Abreiben des Überschusses in einen Kraftakt verwandelt, muss der ganze Wagen so abgewienert werden. Wer diese traditionelle Autopflege selbst durchführen will, sollte sich daher einen schattigen Platz oder eine gute beleuchtete und nicht zu enge Garage suchen. Probleme bei der Verarbeitung können aber auch auftreten, wenn die Außentemperaturen die 15 °C-Marke unterschreiten: In diesem Fall wird das Wachsen ebenfalls zur Qual, da sich überschüssiges Wachs wegen kaum noch vorhandener Geschmeidigkeit kaum noch abreiben lässt und durch stets Darüberrubbeln mit dem Tuch erst einmal auf „Betriebstemperatur“ gebracht werden muss. Den Anforderungen an die Witterung zufolge wird man also die Autopolitur zu Frühjahrsbeginn und im Herbst durchführen.

Maschinelles Auto Polieren ist ein Fall für den Fachmann

Das Autowachs kommt dem Lack besonders zugute, denn nach dem Wintereinsatz hat der geschundene Karosserielack diese Pflege wirklich verdient. Und vor dem kommenden Winter sollte man sein Auto polieren und wachsen, um es wieder gegen Salz und Split zu wappnen. Anders als Fachleute sollten Laien mit Vorsicht zur Poliermaschine greifen: Speziell an Kanten und Falzen trägt zu hoher Druck die Lackschicht vollständig ab. Dann steht eine kostspielige Neulackierung vom Profi an. Wer dennoch eine Poliermaschine verwenden will, setzt sie idealerweise in der langsamsten Betriebsstufe ein. Von einem Polieraufsatz für die Bohrmaschine lässt der Laien am besten gleich die Finger: Die Maschinen drehen konzeptbedingt viel zu schnell und können ohne ausreichende Übung dem Lack noch leichter Schaden zufügen.