Autopflege – So entfernen Sie lästige Kratzer im Lack

Lackkratzer bereiten Auto und Besitzer tiefe Schmerzen

Oje – Wackerstein, Begrenzungszaun oder Poller übersehen und ordentlich den Kotflügel oder die Tür verkratzt? Schon fies, diese flachen Hindernisse. Damit Ihre bessere Hälfte und  Auto diesen Kratzer nicht übel nehmen, müssen Sie ihn alsbald entfernen.

Autopflege – So entfernen Sie lästige Kratzer im LackKratzer im Autolack ©flickr/Materials Aart

Vor dem Kratzer Entfernen ist eine Schadensanalyse nötig: Ist nur der abschließende Klarlack verkratzt, können Sie den Kratzer heraus polieren. Wie das geht, erfahren sie hier. Ist nicht nur die oberste Schicht des Autolacks zerstört, so dass die darunter befindlichen Schichten Basislack, Grundierung, Füller oder gar das nackte Blech zum Vorschein kommen, ist schnelles Handeln das Gebot der Stunde. Denn falls Ihr Fahrzeug besitzen, noch nicht verzinkt ist, wird das Blech rasch beginnen zu oxidieren. Daher muss es schnell wieder mit Lack versiegelt werden. Bei größeren Schäden empfiehlt es sich, die Dienste eines Autolackierers in Anspruch zu nehmen, während Sie kleineren selbst zu Leibe rücken können. Mit Farbpolitur können Sie Kratzer entfernen, wenn zumindest der Füller respektive Basislack noch unversehrt ist. Der Füller ist meist weiß oder gelblich, der Basislack wiederum farbig, aber sehr matt. Vor dem Lack Ausbessern sollten Sie Ihren Wagen gewissenhaft von Schmutz und Staub säubern, etwa mit Spülmittel, und anschließend trockenrubbeln. Grund: Beim Polieren wirken nicht entfernte Staubkörner wie Schleifpapier, sodass Sie weiteren Schaden anrichten.

Mit einem Lackstift tiefere Kratzer entfernen

Nun können Sie die Farbpolitur im Bereich des Kratzers auftragen. Erweist der Kratzer tiefer, müssen Sie diese Prozedur möglicherweise mehr als einmal wiederholen. Geben Sie der Politur erst einen Tag, um zu trocknen, sonst wischen Sie diese leicht wieder weg. Beachten Sie, dass Sie die Politur sanft aufbringen, antrocknen lassen und dann vorsichtig um den Kratzer wieder entfernen müssen. Einen tiefen Lackkratzer, der die Farbschicht in Mitleidenschaft gezogen hat, können Sie diese mit einem Lackstift beseitigen. Nehmen Sie immer einen im Farbcode Ihrer Wagenfarbe. Auto-Lackstifte beziehen Sie am besten bei einem Vertragshändler Ihrer Pkw-Marke. Den Lackauftrag per Lackstift müssen Sie möglicherweise ebenfalls mehrfach durchführen, bis die Farbe auch tatsächlich den Schaden abdeckt. Bevor Sie mit dem Polieren fortfahren, sollten Sie auch hier die Ausbesserung trocknen lassen. Um den überschüssige Farbe um den Kratzer zu entfernen, geben Sie nun eine grobkörnige Politurpaste auf, mit der Sie den ausgebesserten Bereich vorsichtig polieren. Hierbei muss Vorsicht walten: Wer zu kräftig poliert, der arbeitet sich schnell bis auf die Grundierung vor – und ist ein Besuch beim Autolackierer unumgänglich.

Letzter Schritt: Lack versiegeln

Den letzten Schliff verpassen Sie dem Autolack idealerweise von Hand. Mittel der Wahl sind bei diesem vorletzten Abschnitt der Autopflege eine feinkörnige Polierpaste am besten per Hand – hierfür eignet sich am besten Polierwatte. Nach dieser Prozedur ist der ausgebesserte wieder hübsch glatt, sodass Sie anschließend die Stelle wieder versiegeln können. Um den Lack vor den Unbilden der Witterung und dem Straßenverkehr wirkungsvoll zu schützen, ist eine Nano-Versiegelung sinnvoll. Eine solche gewährt nicht nur für genügend Schutz, sondern hält nach dem Kratzer Entfernen per Lotoseffekt neue Anhaftungen von Schmutz ab.