So lassen sich Kratzer am Lack vermeiden

Bewahren Sie den guten Zustand von Ihrem Autolack

Kratzer im Autolack sind ein Ärgernis für jeden Autofahrer – nicht nur weil Lackkratzer nie gut aussehen, sondern auch, weil Sie – tief genug – dem Rost Vorschub leisten. Wie können Sie Kratzer am Lack vermeiden? 

Wie Sie Kratzer am Lack vermeiden können, lässt sich ganz banal beantworten – fangen Sie sich erst gar keine Lackkratzer ein. Parken Sie beim Einkaufen so, dass entlaufene Einkaufswagen und rangierende Pkw Ihrem Fahrzeug nicht zu nahe kommen, also möglichst separat. Auch wenn Sie in der Folge eine Minute länger laufen müssen: Gerade auf Supermarktparkplätzen sind Rempler an der Tagesordnung, und oftmals stehlen sich die Verursacher einfach davon, ohne den Schaden zu melden oder zumindest ihre Kontaktdaten zu hinterlassen. Vermeiden Sie den Kontakt mit tief herunter hängenden Ästen und Hecken jeder Art – ein Brombeerbusch hat auf Ihren Autolack in etwa den gleichen Effekt wie ein Topfreiniger aus Stahlwolle. Bemühen Sie nötigenfalls also die Heckenschere. Wenn Ihr Auto noch keine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung hat, bringen Sie den Autoschlüssel nicht an Ihrem Schlüsselbund an. Der Lack im Schlossbereich wird Ihnen dies danken. 

Ein Schutzmantel für Ihren Autolack

Auch passiv lassen sich Kratzer am Lack vermeiden, zum Beispiel durch Kunststoffschichten über dem Autolack. Dies können einerseits farbige oder transparente Folierungen sein, die Ihr Auto komplett einhüllen oder Aufkleber an besonders gefährdeten Stellen. So halten viele Autohersteller durchsichtige, maßgeschneiderte Klebefolien für die Ladekante des Kofferraums bereit, da es hier erfahrungsgemäß besonders leicht zu Kratzern und Scheuerstellen kommt. Gerade Hundebesitzer sollten sich zu einem solchen Schutz entschließen, da die Krallen ihres Vierbeiners alles andere als lackschonend sind. Neuwagen haben in der Regel auch transparente Schutzfolien in Steinschlag-Bereichen – also am Frontblech beziehungsweise an der Frontschürze und vor den Radläufen. Sind die nach anhaltendem Schotterbeschuss rissig, wechseln Sie diese selbst aus oder lassen Sie dies in einer Kfz-Werkstatt vornehmen.   

Durch eine Garage lassen sich kinderleicht Kratzer am Lack vermeiden

In der Waschstraße können Sie Ihrem Autolack ebenfalls Gutes tun – steuern Sie ausschließlich so genannte Textil-Waschanlagen an, in denen die rotierenden Bürsten anstelle von harten Nylonborsten mit weichen Gewebestreifen bestückt sind. Auch eine Lackversiegelung schadet ihrem Lack nicht – ganz im Gegenteil: Diese indirekte Schutzmethode sorgt dafür, dass der Klarlack weniger leicht angegriffen wird und so deutlich resistenter gegen Kratzer ist. Gegen Vandalismus können Sie sich leider nicht schützen; zudem sind Lackkratzer, die mit Schlüsseln, Nägeln etc. mutwillig zugefügt werden, deutlich tiefer als ein Schubbern an der Hecke. Hier können Sie den Schaden mit Ihrer Digitalkamera dokumentieren und die Sachbeschädigung anzeigen. Derartige Kratzer am Lack vermeiden Sie allein durch konsequentes Parken in Ihrer eigenen Garage – und wenn Ihr Vermieter das erlaubt, trennen Sie sich ihren Stellplatz in der Tiefgarage baulich ab. Garagenparker müssen sich zudem nicht über Marderbisse, Fußabdrücke von Katzen oder Kratzer von Krähen auf dem Dach ärgern.