Waschanlagen werden immer besser

Handwäsche nur noch für bestimmte Fahrzeuge angebracht

Waschanlagen werden von vielen Autobesitzern als Lackzerstörer geschmäht. Das ist heutzutage weitgehend überholt, doch manche Fahrzeuge sind mit einer Handwäsche besser bedient.

Waschanlagen werden immer besserHandwäsche vom Auto ©flickr / Britanglishman

Das Auto ist ja angeblich des Deutschen liebstes Kind. Daher wird die Frage der Autowäsche stets aufs Neue diskutiert. Ist die Waschanlage nun die bessere Wahl oder wird der Lack ausschließlich mit der Handwäsche perfekt gesäubert?

Vor- und Nachteile der Waschanlagen fürs Auto

Das häufigste Argument, welches gegen die Waschanlage spricht, ist, dass unmoderne Waschanlagen, die mit abgenutzten Waschbürsten ausgestattet sind, Kratzer und Schlieren auf dem Lack des Wagens hinterlassen können. Moderne und vorbildliche Waschanlagen hingegen, verwenden anstatt Bürsten weiche Textillappen, die den Lack absolut schonend reinigen. Es lohnt sich also, vor der Autowäsche beim Betreiber der Waschanlage bezüglich der verwendeten Materialien nachzufragen. Das Ergebnis der Autowäsche in Waschanlagen hängt vom Grad der Verschmutzung ab. Bei hartnäckigem Schmutz, z. B. durch Insekten oder Teer, ist ohne eine Vorwäsche keine perfekte Reinigung möglich. Die Türeinstiege müssen generell nach der Wäsche in der Waschanlage per Hand nachgereinigt werden. Ganz klare Vorteile von Waschanlagen sind die ökologischen Aspekte. Da die meisten Waschanlagen bereits mit Wasserrecyclinganlagen ausgestattet sind, werden bei einer Autowäsche gerade mal 15 Liter Frischwasser verbraucht. Außerdem besteht keine Gefahr für das Grundwasser, da Ölabscheider für eine Filterung des Abwassers sorgen. Eine Unterbodenreinigung, die speziell im Winter oder nach einer Fahrt durch die Feldflur notwendig ist, kann ebenso nur in einer Waschanlage durchgeführt werden. Des Weiteren ist die Waschanlage in punkto Zeitersparnis und Bequemlichkeit für den Fahrzeughalter unschlagbar.

Vor- und Nachteile der Handwäsche fürs Auto

Trotzdem favorisieren vielen Autobesitzern die Handwäsche, da sie besonders schonend und gründlich ist. Doch wer sein Auto auf dem eigenen Grundstück waschen möchte, der sollte besser vorab klären, ob die betreffende Gemeinde dieses überhaupt erlaubt. Die Autowäsche ist nun mal eine ernst zunehmende Umweltbelastung, da neben den Reinigungsmitteln auch noch Öl und Schmierstoffe ungefiltert ins Grundwasser gelangen. Für alle, die auf eine Handwäsche schwören, sind speziell eingerichtete Waschplätze der beste Ort für eine ausgiebige und manuelle Pflege ihres Fahrzeugs. Jedoch ist auch bei der Handwäsche darauf zu achten, dass die richtigen Waschutensilien benutzt werden. So können Bürsten oder verschmutzte Schwämme selbst bei der Wäsche per Hand zu Kratzern im Lack führen. Weiche Frotteetücher sind somit die beste Wahl für eine pflegende Handwäsche. Weiterhin sollte das Auto im Schatten gewaschen werden und hinterher ausgiebig mit einem weichen Leder- oder Frotteetuch getrocknet werden. Einen perfekten Abschluss bildet eine pflegende und schützende Politur in Komination mit einer Autowachs-Behandlung.

Fazit

Natürlich bieten beide Varianten Vor- und Nachteile, aus ökologischer Sicht ist jedoch die Waschanlage die bessere Möglichkeit sein Auto zu reinigen. Und da die Waschanlagen heutzutage einfach auch moderner und sanfter zum Lack geworden sind, bestehen klar die Vorteile der Waschanlage gegenüber der Handwäsche. Wesentliche Ausnahmen stellen speziell ältere Cabrio-Fahrzeuge mit Stoffdach da, die bei den geballten Wassermassen der Waschanlage mitunter zu Undichtigkeit neigen. Zudem leiden Stoffverdecke oft unter dem Verlust ihrer Imprägnierung, sodass in disem Fall eine Handwäsche mit Verzicht auf den Dachbereich angebracht sein kann.