Bremsbeläge wechseln – Ab in die Werkstatt oder selbst Hand anlegen?

Bremsbeläge und Bremsscheiben am besten zusammen austauschen

Die nächste HU beim TÜV steht an, und Sie fürchten, dass Ihre Bremsen dem Erhalt der Plakette entgegenstehen? Dann ist womöglich ein Wechsel der Bremsbeläge nötig. Kann man das selbst erledigen, um Zeit und Geld zu sparen?

Bremsbeläge wechseln – Ab in die Werkstatt oder selbst Hand anlegen?Abgenutzte Bremsbeläge ©flickr/K. Chan

Wenn Sie feststellen, dass Ihre Bremsen quietschen und darüber hinaus das Auto kaum noch verzögern, ist es allerhöchste Zeit, die Bremsbeläge wechseln zu lassen: Offenbar sind die Bremsbeläge soweit abgenutzt, dass die metallene Trägerplatte auf der ebenfalls metallenen Bremsscheibe reibt und bei in der Folge quietscht. Metall auf Metall bremst nun mal schlecht, weswegen metallbereifte Schienenfahrzeuge auf den Eisenbahngleisen immer etwas länger brauchen, bis sie zum Stehen kommen. Sie brauchen jedoch einen kurzen Bremsweg. Und nach der Quietscherei werfen Sie besser mal einen Blick auf die Bremsscheiben: Die dürften auch abgenutzt sein, vielleicht sogar schon tiefe Riefen aufweisen. Lassen Sie diese gleich mit auswechseln – dabei können Sie nun endlich sparen, wenn sie beide Arbeiten in einem Rutsch durchführen lassen. Außerdem hätten Sie keinerlei Vorteile, mit neuen Bremsbelägen auf den alten Scheiben herum zukratzen.

Bremsbeläge und Bremsscheiben kosten nicht die Welt

Warum Sie die Bremsbeläge nicht selbst wechseln sollten, liegt auf der Hand: Sie werden diese anspruchsvolle Autoreparatur als Laie einfach nicht ordnungsgemäß bewerkstelligen. Überlassen Sie dies den Profis Ihrer Kfz-Werkstatt oder, sollten Sie nicht gerade selbst einer sein, einem erfahrenen Autoschrauber aus Ihrem Bekanntenkreis. Wenn Sie schon der hierzu erforderlichen Kenntnisse entbehren, was grundsätzlich nicht schlimm ist, sollten Sie aber nicht auch noch am Geld knausern: Die Kosten für neue Bremsbeläge und Bremsscheiben halten sich stark in Grenzen – solange Sie keinen Boliden mit Scheiben im Pizzatellerformat oder solchen aus Carbon-Keramik fahren. Auch der professionelle Einbau dieser Verschleißteile ist in rund zwei Stunden vollbracht, sodass Sie die Kosten fürs Bremsbeläge Wechseln auch in punkto Arbeitsaufwand ebenfalls nicht umbringen werden.

Was hält die Versicherung vom eigenständigen Bremsbeläge Wechseln?

Nachdem Sie die Bremsbeläge wechseln lassen haben, sinkt auch Ihr Risiko deutlich, sich und/oder andere Verkehrsteilnehmer umzubringen. Und sollten Sie nach fachmännischem Wechsel trotz aller Vorsicht an einem Unfall beteiligt sein, wird Ihre Kfz-Versicherung die Regulierung des Schadens mehr oder minder gerne übernehmen. Haben Sie jedoch als Laie die Bremsbeläge ohne Fachkenntnis in Eigenregie ausgetauscht, dabei versagt und sind ihrem Vordermann nun aufgrund mangelnder oder gar nicht vorhandener Bremswirkung mit Schmackes ins Heck gekracht, wird sich Ihre Versicherung zu Recht weigern, für dessen Reparatur aufzukommen – Stichwort erloschener Versicherungsschutz. Weil Sie mit einem nicht verkehrssicheren Fahrzeug am Straßenverkehr teilgenommen haben. Für das Sie bei der Hauptuntersuchung keine Plakette, sondern ein Taxi für den Heimweg bekommen hätten. Also: Tun Sie sich und Dritten den gefallen und fahren bei ungenügenden Schrauber-Fähigkeiten zum Bremsbeläge Wechseln in die Werkstatt!