Adaptives Kurvenlicht – so funktioniert es

Xenon Licht sorgt für Durchblick

Adaptives Kurvenlicht an Fahrzeugen erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr beträchtlich. Das Xenon Licht dieser neuen Scheinwerfer erhellt Bereich, die zuvor im Dunkel lagen.

Adaptives Kurvenlicht – so funktioniert esAdaptives Kurvenlicht von BMW ©BMW Group

Laut einer Aussage des TÜV würde das Unfallrisiko beim Einsatz von Xenon Licht wegen der besseren Ausleuchtung der Straße vor allem in Kurven um 50% sinken. Der ADAC bestätigt in Tests, dass der Einsatz von Xenon Licht 70% mehr Sicherheit im Straßenverkehr bietet. Xenon Licht beleuchtet gleichmäßiger und in höherer Reichweite als herkömmliche Halogen-Scheinwerfer. Auch die seitliche Ausleuchtung ist stärker, was besonders das Fahren in Kurven begünstigt. Im Vergleich zur Ausstattung mit Halogen-Scheinwerfern schnitten mit Xenon Licht besonders der Skoda Superb und der Mercedes der E-Klasse hervorragend ab. Weniger Unterschiede wurden beim Nissan Qashqai festgestellt, dem zur optimalen Lichtverteilung ein Linsensystem fehlt.

Adaptives Kurvenlicht bietet mehr Fahrsicherheit in Kurven

Ein Kritikpunkt des Xenon Licht ist, dass die Fahrer entgegen kommender Fahrzeuge stark geblendet werden können. Dem schafft adaptives Kurvenlicht Abhilfe. Adaptives Kurvenlicht zeichnet sich durch Sensoren aus, welche Lenkwinkel, Drehgeschwindigkeit und Fahrgeschwindigkeit erfassen. Bei einigen Ausstattungen werden auch Topografie, Wetterverhältnisse und die Verkehrssituation berücksichtigt. Unter Berücksichtigung der erfassten Faktoren werden die horizontal schwenkbaren Scheinwerfer elektromagnetisch gesteuert und leuchten die Fahrbahn in Kurven und bei Unebenheiten optimal aus. Bei schlechten Lichtverhältnissen und Dunkelheit hat der Fahrer so einen bessere Sicht auch an unübersichtlichen Strecken und in Kurven als mit herkömmlichen Scheinwerfern, da das adaptiv gesteuerte Xenon Licht die Fahrsituation und den Straßenverlauf berücksichtigt. Im Idealfall wird die Scheinwerfer Leistung stufenlos angepasst.

Adaptives Kurvenlicht im Test

Adaptives Kurvenlicht unterscheidet sich in der Leistung je nach Ausstattung des Fahrzeugs. Vergleichsfahrten haben Adaptives Kurvenlicht in einigen Variationen getestet. Beim Opel Insignia erweist sich die Ausleuchtung des rechten Fahrbahnrandes als geringer, was sich besonders in Rechtskurven bemerkbar macht. Der ansonsten ähnlich ausgestattete Porsche Panamera hat ein schneller reagierendes System integriert, welches Kurven gut ausleuchtet. Der E-Klasse Mercedes hat adaptives Kurvenlicht in Kombination mit einer Kamera integriert. Die Beleuchtung wird damit auch auf entgegen kommende und voraus fahrende Fahrzeuge abgestimmt, so dass stets optimale Lichtverhältnisse bei Fernlicht wie auch in unübersichtlichen Kurven bestehen. Beim BMW der 7er-Reihe wird die Fahrbahnbeschaffenheit über Sensoren festgestellt, was eine gleichmäßige Ausleuchtung der Fahrbahn in Kurven und bei Hebungen und Senkungen gewährleisten soll. In der Praxis liegt adaptives Kurvenlicht bei Mercedes und BMW an führender Stelle. Sowohl auf der Landstraße wie im Stadtverkehr ist auch bei unübersichtlichen Straßenverhältnissen eine ausgeglichene Beleuchtung gegeben.