Hybridantrieb kann sich in allen Segmenten etablieren

Hybridautos auf dem Vormarsch

Dem Hybridantrieb gelingt es derzeit, sich in allen Fahrzeugklassen zu etablieren. Was ist der Vorteil dieser Hybridautos?

Hybridantrieb kann sich in allen Segmenten etablierenHybridantrieb im Mercedes ML 450 hybrid ©flickr / razvan.orendov

Auf der Suche nach neuen alternativen Antriebsquellen für Kraftfahrzeuge bildet der Hybridantrieb eine interessante Zwischenstation. Hier werden zwei Energielieferanten miteinander verbunden, der herkömmliche Verbrennungsmotor und ein umweltfreundliches Elektroaggregat.

Wie funktioniert ein Hybridauto?

Bei einem seriellen Hybridantrieb treibt ein Otto- oder Dieselmotor einen Generator an und der lädt Akkumulatoren auf. Diese wiederum speisen einen Elektromotor, der das Fahrzeug bewegt. So kann der Verbrennungsmotor vergleichsweise klein gehalten werden. Er arbeitet in einem gleichbleibenden Drehzahlbereich, die Hybridautos werden nur durch den Elektroantrieb angetrieben. In den Umweltzonen der Innenstädte kann das Fahrzeug zumindest über kurze Strecken rein elektrisch fahren. Beim Bremsen wird die Bewegungsenergie des Fahrzeuges, die bei herkömmlichen Fahrzeugen als Reibungswärme in die Umwelt verpufft, zurückgewonnen und lädt den Akku zusätzlich auf. Ein kleiner Verbrennungsmotor arbeitet bei dem Hybridantrieb immer in einem konstant niedrigen Drehzahlbereich und erzeugt einzig und allein elektrischen Strom. Er springt nur an, wenn der Ladezustand der Akkumulatoren einen kritischen Zustand unterschreitet. Das senkt den Kraftstoffverbrauch und damit die Umweltbelastung der Hybridautos durch einen geringeren Ausstoß von Kohlendioxid. Außerdem erlangen diese Motoren dadurch eine wesentlich längere Lebensdauer und durch geringeren Verschleiß längere Wartungsintervalle.

Der parallele Hybridantrieb, so wird er genutzt

Bei einem parallelen Hybridantrieb werden die Vorzüge beider Antriebsphilosophien gekoppelt. Zum Losfahren und im unteren Geschwindigkeitsbereich, vor allem im Stadtverkehr werden die Hybridautos rein elektrisch angetrieben. Wenn das Fahrzeug dann beschleunigt wurde und die Reisegeschwindigkeit erreicht hat, übernimmt der Otto- oder ein Dieselmotor den Vortrieb. So kann dieses Aggregat im Hybridantrieb auch deutlich kleiner gehalten werden, als bei Fahrzeugen nur mit Verbrennungskraftmaschine. Parallel dazu werden natürlich die Akkumulatoren wieder aufgeladen. Eine Vielzahl der im Auto zurückgelegten Fahrstrecken, etwa zur Arbeit oder zum Einkauf, ist nicht länger als 20 Kilometer. Hier wäre dann ein rein elektrischer Antrieb der Hybridautos denkbar und sinnvoll.

Die Hybrid-Technologie auf dem Vormarsch

Die Hybrid-Technologie ist keine ganz neue Art des Antriebs, sie wird bereits im Lokomotiven-Bau erfolgreich verwendet. Trotzdem hält im Kraftfahrzeugbau der Hybridantrieb nur sehr zögerlich Einzug. Gründe dafür könnten die Akkumulatoren sein. Sie besitzen nur eine geringe Speicherkapazität bei einem sehr hohen Gewicht. Die wahrscheinlich entscheidenden Argumente gegen diese Hybridautos sind der hohe Preis und die geringe Reichweite. Außerdem ist die Lebenszeit dieser Stromspeicher noch zu gering. Abhilfe könnten hier neue Technologien schaffen. Außerdem sollten die Akkus vom Fahrzeugpreis abgekoppelt und durch den Besitzer bei einem noch zu schaffenden Versorgungsnetz gemietet oder geleast werden. Vorreiter auf dem Gebiet der Hybridautos war Toyota mit dem Prius. Nach und nach springen immer mehr Unternehmen, teilweise auch durch strengere Umweltauflagen gezwungen, auf den fahrenden Zug. Kürzlich ging auch Porsche mit dem Cayenne S Hybrid auch mit einem Hybridantrieb an den Start, eine Automarke, die nicht unbedingt für Sprit sparende Fahrzeuge bekannt ist.